Künftige US-Regierung

Peking warnt Trump: "Ein-China-Politik" nicht verhandelbar

+
Chinas Präsident Xi Jinping. Unter Trump besteht die Gefahr eines Konfrontationskurses zwischen den USA und China. Foto: Filip Singer

Peking (dpa) - Die chinesische Regierung hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit scharfen Worten erneut daran erinnert, dass die "Ein-China"-Politik "nicht verhandelbar" sei.

Damit reagierte Peking auf eine Erklärung Trumps vom Freitag im "Wall Street Journal", er müsse sich nicht an die bisherige Politik halten.

"Alles wird verhandelt, auch "Ein-China"", sagte er. Zuvor hatte bereits sein Telefonat mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen für Wirbel gesorgt. Es war das erste eines neu gewählten US-Präsidenten seit 1979.

"Das Ein-China-Prinzip, das die politische Grundlage der Beziehungen zwischen den USA und China darstellt, ist nicht verhandelbar", entgegnete Außenamts-Sprecher Lu Kang am Samstagabend in Peking. "Es gibt nur ein China auf dieser Welt und Taiwan ist ein untrennbarer Teil von China." Um die solide und konstante Entwicklung der Beziehungen nicht zu stören, sollten alle "relevanten Akteure" in den USA die Sensibilität der Taiwan-Frage anerkennen und entsprechende Vereinbarungen respektieren.

Die kommunistische Führung betrachtet Taiwan seit 1949 als abtrünnige Provinz. Mit seiner Ein-China-Doktrin fordert Peking, dass kein Land diplomatische und andere offizielle Beziehungen zu der Inselrepublik unterhalten darf, wenn es ein normales Verhältnis mit der Volksrepublik pflegen will. Die meisten Staaten, darunter auch die USA, halten sich seit Jahrzehnten an dieses Prinzip.

Chinesisches Außenministerium, Englisch

Wall Street Journal

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Brexit: „Harter“-Brexit noch nicht vom Tisch 

Bis Ende 2020 sollen die künftigen Handelsbeziehungen zu Großbritannien geklärt sein. Michel Barnier warnt - die Zeit könnte zu kurz sein.
Brexit: „Harter“-Brexit noch nicht vom Tisch 

Trump-Verteidiger nehmen Joe Biden und Sohn ins Visier

Statt gegen Donald Trump sollte gegen Ex-Vizepräsident Joe Biden ermittelt werden: Im Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten versuchen dessen Verteidiger, die …
Trump-Verteidiger nehmen Joe Biden und Sohn ins Visier

Trumps Nahost-Plan: "Deal" oder "Betrug" des Jahrhunderts?

Für Israels Ministerpräsidenten Netanjahu ist US-Präsident Trump der beste Freund, den Israel je im Weißen Haus hatte. Das könnte sich in Trumps Nahost-Plan …
Trumps Nahost-Plan: "Deal" oder "Betrug" des Jahrhunderts?

Brexit: „Weil Briten nicht mehr bezahlen“ - Minister warnt vor hohen Kosten für Deutschland

Der Brexit steht unmittelbar bevor. Wenige Tage vor dem Ausscheiden aus der EU kümmern sich viele Länder um künftige Handelsbeziehungen zu Großbritannien. Nun droht …
Brexit: „Weil Briten nicht mehr bezahlen“ - Minister warnt vor hohen Kosten für Deutschland

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.