Kein „krampfhafter“ Kampf um Ämter?

Miese Mitglieder-Statistik für „Blaue Partei“ - Petry spricht schon über Leben nach der Politik

+
Kein großer Erfolg bislang mit der „Blauen Party“: Ex-AfD-Chefin Frauke Petry

Frauke Petry wollte der AfD mit einer neuen Partei Konkurrenz machen. Gut läuft das offenbar nicht gerade - Petry spricht sogar schon über ein Leben nach der Politik.

Dresden - Die neu gegründete "Blaue Partei" der ehemaligen AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry kommt nicht recht voran. Elf Monate nach der Gründung habe die Partei in ihrem Heimatland Sachsen derzeit nur 87 Mitglieder, sagte Petry der in Dresden erscheinenden Sächsischen Zeitung. Die Frage nach der Mitgliederzahl sei aber für sie "nachrangig", sagte die Bundestagsabgeordnete. Zur Landtagswahl in Sachsen im kommenden Jahr könnten auch Nichtmitglieder auf der Partei-Liste kandidieren.

Petry war nach dem Einzug ihrer AfD in den Bundestag 2017 aus der Partei ausgetreten. Dem Austritt waren interne Machtkämpfe vorangegangen. "Ich muss mir zuschreiben lassen, dass wir intern den Kampf gegen radikalere und sozial-patriotische Kräfte unter Björn Höcke verloren haben - aber immerhin haben wir ihn geführt", sagte sie der Zeitung. Sie wolle nun auch nicht "krampfhaft" um politische Ämter kämpfen: "Schließlich haben wir alle einen ordentlichen Beruf".

Petry war zuletzt eher mit AfD-Altlasten in den Schlagzeilen. Eine Partei-Aussteigerin berichtete von internen Unterhaltungen mit Petry, die für Verfassungsschutz-Präsident Maaßen Zündstoff bargen.

Lesen Sie auch: „Bundesweite CSU“ - Petry erklärt den Unterschied zwischen AfD und „Blauen“

AFP

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Großbritannien prüft Maßnahmen gegen den Iran

Die Lage im Golf spitzt sich zu. Der Iran und Großbritannien belauern sich in der Tankerkrise argwöhnisch. Der deutsche Außenminister sieht die Gefahr eines Krieges.
Großbritannien prüft Maßnahmen gegen den Iran

„Wir suchen Dich“: Stellenanzeige des Bundesrats geht gründlich in die Hose - Twitter-User drehen durch

Der Hinweis auf eine Stellenanzeige sorgt in den Weiten des Internets für Aufruhr. Schuld ist eine Botschaft des Bundesrates, dessen Digitalsparte sicher anderes im Sinn …
„Wir suchen Dich“: Stellenanzeige des Bundesrats geht gründlich in die Hose - Twitter-User drehen durch

Japans Regierungslager siegt bei Oberhauswahl

Japans rechtskonservativer Regierungschef Shinzo Abe kann einen weiteren Sieg bei nationalen Wahlen für sich verbuchen. Dabei sind viele Bürger unzufrieden. Doch sehen …
Japans Regierungslager siegt bei Oberhauswahl

Plötzlich spricht Trump über Merkel: „Angela, du bist weit hinten dran“

Eisige Stimmung zwischen Washington und Berlin: Bei einem Wahlkampfauftritt appellierte Donald Trump an die Verantwortung Deutschlands. Der Grund: Die Bundesrepublik …
Plötzlich spricht Trump über Merkel: „Angela, du bist weit hinten dran“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.