Irritierende Wahlkampfaktion 

AfD verteilt Pfefferspray an Infostand - „Moralisch nicht hinnehmbar“

Eine ungewöhnliche Wahlkampfaktion der AfD in Rheinland-Pfalz hat für Aufsehen und Kritik gesorgt. Pfefferspray wurde in Bad Kreuznach an einem Infostand des AfD-Kreisverbands und der Jugendorganisation der Partei verteilt.

Bad Kreuznach - Zuvor hatte die „Rhein-Zeitung“ darüber berichtet. Bei dem Infostand am Samstag wurden nach AfD-Angaben insgesamt 150 Sprays verteilt.

Dabei habe man darauf hingewiesen, dass das Spray zur Tierabwehr sei, sagte der Landtagsabgeordnete Damian Lohr als Sprecher der Jungen Alternative Rheinland-Pfalz. Oder zur Abwehr von Menschen - „aber halt nur in absoluten Notsituationen“, sagte Lohr. Hintergrund der Aktion sei das nächtliche Aufenthaltsverbot in drei Bad Kreuznacher Stadtparks. Auslöser des Ende Juli verhängten Verbots war ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern in einem der Parks, bei dem es Verletzte gab.

„Rechtlich können wir nichts machen, aber es ist moralisch natürlich nicht hinnehmbar“, sagte die Oberbürgermeisterin von Bad Kreuznach, Heike Kaster-Meurer (SPD), am Dienstag zu der Verteilaktion.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Archiv)

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Von der Leyen wegen Berateraffäre im Verteidigungsausschuss

Berlin (dpa) - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird sich heute erneut vor dem Bundestags-Verteidigungsausschuss für den umstrittenen Einsatz externer …
Von der Leyen wegen Berateraffäre im Verteidigungsausschuss

Merkel stellt sich erneut den Abgeordneten

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt sich heute (13.00 Uhr) in einer Regierungsbefragung zum zweiten Mal den Fragen der Abgeordneten.
Merkel stellt sich erneut den Abgeordneten

"Gelbwesten"-Krise: Frankreichs Regierung kommt zusammen

Paris (dpa) - Zwei Tage nach der Fernsehansprache von Staatschef Emmanuel Macron zur "Gelbwesten"-Krise kommt die französische Regierung heute (10.00 Uhr) zu ihrer …
"Gelbwesten"-Krise: Frankreichs Regierung kommt zusammen

Schüsse in Straßburg: Vier Tote - Täter war als potenzieller Gefährder bekannt

In Straßburg gab es am Dienstagabend Schüsse in der Nähe eines Weihnachtsmarktes. Ein französischer Nachrichtensender spricht von vier Toten. Der mutmaßliche Täter soll …
Schüsse in Straßburg: Vier Tote - Täter war als potenzieller Gefährder bekannt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.