"Mit 16 habe ich getötet"

Philippinischer Präsident prahlt erneut mit Gewalt

"Mit 16 habe ich jemanden getötet. Einen Menschen, wirklich." Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte prahlt erneut mit seiner Gewalttätigkeit. Foto: Bullit Marquez
1 von 7
"Mit 16 habe ich jemanden getötet. Einen Menschen, wirklich." Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte prahlt erneut mit seiner Gewalttätigkeit. Foto: Bullit Marquez
Eine Philippinerin trauert um einen Verwandten, der von einem unbekannten Killer in Manila erschossen wurde. Foto: str
2 von 7
Eine Philippinerin trauert um einen Verwandten, der von einem unbekannten Killer in Manila erschossen wurde. Foto: str
Philippinische Polizisten untersuchen die Leiche eines mutmaßlichen Drogendealers, der in Manila von einem Unbekannten erschossen wurde. Foto: str
3 von 7
Philippinische Polizisten untersuchen die Leiche eines mutmaßlichen Drogendealers, der in Manila von einem Unbekannten erschossen wurde. Foto: str
Polizisten untersuchen in Manila die Leichen zweier mutmaßlicher Drogenhändler. Foto: str
4 von 7
Polizisten untersuchen in Manila die Leichen zweier mutmaßlicher Drogenhändler. Foto: str
Philippinische Polizisten treten zum Drogentest an. Foto: Mark R. Cristino
5 von 7
Philippinische Polizisten treten zum Drogentest an. Foto: Mark R. Cristino
Der Kampf gegen Drogen auf den Philippinen wird mit äußerster Härte geführt. Foto: str
6 von 7
Der Kampf gegen Drogen auf den Philippinen wird mit äußerster Härte geführt. Foto: str
Gefängnis-Hölle auf den Philippinen: Der neue Präsident Rodrigo Duerte hat der Kriminalität den Kampf angesagt. Foto: Mark R. Cristino
7 von 7
Gefängnis-Hölle auf den Philippinen: Der neue Präsident Rodrigo Duerte hat der Kriminalität den Kampf angesagt. Foto: Mark R. Cristino

Der philippinische Präsident Duterte hat ein traditionell freundliches Verhältnis zur Gewalt. Jetzt brüstet er sich beim Apec-Gipfel, schon mit 16 den ersten Menschen umgebracht zu haben. Später beruhigt ein Sprecher: Das sei doch nur ein Scherz gewesen.

Da Nang (dpa) - Der wegen seines brutalen Kriegs gegen Drogenkriminelle höchst umstrittene philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat sich damit gebrüstet, als Teenager einen Menschen umgebracht zu haben.

"Mit 16 habe ich jemanden getötet. Einen Menschen, wirklich. Während eines Kampfs. Erstochen", sagte Duterte in der vietnamesischen Stadt Da Nang vor Vertretern der philippinischen Gemeinschaft. Der Auslöser der Aggression: "Einfach nur, weil wir uns angeschaut haben." Sein Sprecher bezeichnete die Aussagen später jedoch als Scherz.

Duterte hole immer weit aus, wenn er im Ausland auf philippinische Landsleute treffe, so sein Sprecher weiter. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass sich der Präsident damit brüstet, jemanden umgebracht zu haben. Vor rund einem Jahr hatte er erklärt, in seiner Zeit als Bürgermeister der Stadt Davao zwischen 1988 und 1998 eigenhändig mutmaßliche Kriminelle getötet zu haben.

Vor Haftstrafen habe er sich nicht gefürchtet, sagte Duterte in Da Nang: "Gefängnis? Gütiger! Als Teenager bin ich im Gefängnis ein- und ausgegangen."

Dem US-Sender CNN zufolge rief der Präsident in Da Nang zugleich dazu auf, einen weltweiten Menschenrechtsgipfel zu organisieren. "Lasst uns alle Menschenrechtsverletzungen sämtlicher Regierungen untersuchen", sagte er vor Journalisten. Er selbst biete sich als Berater anderer Staatschefs zu diesem Thema an.

Duterte ist anlässlich des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) nach Da Nang gereist. Am Sonntag soll er US-Präsident Donald Trump in Manila empfangen, der dort an einem Gipfel der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) teilnehmen wird.

CNN-Bericht zu Menschenrechtsgipfel

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bundestag macht sich arbeitsfähig

Die Jamaika-Sondierung ist gescheitert - aber das Parlament arbeitet. In der ersten regulären Sitzung geraten zwei Parteien aneinander, die sich gegenseitig Flucht aus …
Bundestag macht sich arbeitsfähig

Kremlchef Putin: Militäreinsatz in Syrien endet

Russland ist neben dem Iran wichtigster Verbündeter Syriens. Vor allem von ihnen hängt es ab, ob eine politische Lösung im Bürgerkrieg möglich ist. Wird ein Dreiergipfel …
Kremlchef Putin: Militäreinsatz in Syrien endet

Sechs Syrer wegen Terrorverdachts festgenommen

500 Polizisten rücken in den frühen Morgenstunden in vier deutschen Städten zu einer Terror-Razzia aus. Sechs mutmaßliche Islamisten aus Syrien sollen einen Anschlag in …
Sechs Syrer wegen Terrorverdachts festgenommen

Von der Leyen wirbt um Verlängerung von Mandaten für Bundeswehreinsätze

Sieben laufende Auslandseinsätze sollen bis ins neue Jahr verlängert werden. Das fordert die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Der Bundestag muss nun …
Von der Leyen wirbt um Verlängerung von Mandaten für Bundeswehreinsätze

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.