Sogar Fox News berichtet

Pizzabote kämpft sich durch G20-Hölle - und wird zum Helden

Donnerstag nach der eskalierten „Welcome to Hell“-Demo: Steine fliegen, Menschen flüchten, die Lage ist chaotisch. Mittendrin: Ein total cooler Pizzabote, der in den sozialen Netzwerken gefeiert wird.

Chaotische Zustände herrschten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf Hamburgs Straßen, nachdem die Polizei die eskalierte „Welcome to-Hell“-Demo zum Auftakt des G20-Gipfels aufgelöst hat. Die Luft riecht nach Rauch und Pfefferspray, vereinzelt fliegen Steine, die Straßen sind nass von Wasserwerfern. Menschen laufen panisch herum, die Stimmung ist aufgeheizt.

Doch dann passiert etwas, was ganz und gar nicht zu all dem Chaos passt: Ein Pizzabote schlängelt sich seelenruhig durch den Tumult auf den Straßen, auf seinem Roller prangt eine große Transportbox, er scheint völlig unbeeindruckt. 

Wenig später geht ein Video, das die Szene zeigt, in den sozialen Netzwerken viral. Die User amüsieren sich köstlich über den abgebrühten Pizzaboten, der anscheinend keine Gefahren scheut, um eine bestellte Pizza an den Mann zu bringen. „Wasserwerfer, brennende Autos .. egal, die Pizza muss raus“, schreibt ein User, ein anderer: „Egal ob G20, Regen, Flut oder Wind; Dominos kommt geschwind". Gehaltserhöhungen für den furchtlosen Mitarbeiter werden gefordert. Sogar in die Liveberichterstattung des US-Senders Fox News schafft es der Pizza-Held. 

Das Online-MagazinFink.Hamburg hat es geschafft, den Pizzaboten an den Hörer zu bekommen. Dabei stellt sich heraus, dass der Mann nicht dabei war, eine Pizza an den Mann zu bringen, als er sich durch das Chaos kämpfte. Sein Transportkoffer war bereits leer:  „Ich musste eine Pizza in der Hopfenstraße ausliefern. Auf dem Rückweg in die Filiale in der Jessenstraße bin ich allerdings nicht mehr richtig durchgekommen“, sagte der Mann. 

Er habe höflich bei der Polizei nachgefragt, ob er durch den Tumult fahren dürfe.  „Der Polizist meinte, ich würde mit meinem Roller schon durchkommen.“ Doch dann geriet er mitten ins Chaos hinein: „Es war richtig gefährlich. Dort flogen auch Steine.“ Doch der junge Mann schaffte es unverletzt zurück zu seinem Lieferdienst - und ging danach in den vielleicht wohlverdientesten Feierabend aller Zeiten.

Alle Neuigkeiten rund um den G20-Gipfel in Hamburg erfahren Sie ins unserem Live-Ticker.

Gewalt beim G20-Gipfel: Die Protestnacht in Bildern

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„48 politische Kurzreferate“: Jamaika-Gespräche nächste Woche über Finanzen und Europa

Nach einem konstruktiven Auftakt der Jamaika-Sondierungen wollen CDU, CSU, FDP und Grüne nächste Woche in eine vertiefende Diskussion einsteigen. FDP-Chef Christian …
„48 politische Kurzreferate“: Jamaika-Gespräche nächste Woche über Finanzen und Europa

Zweiter Wahltag bringt die Entscheidung in Tschechien

Bekommt Tschechien eine populistische Regierung? Andrej Babis, Milliardär, tschechischer Finanzminister und Gründer der Protestbewegung ANO, gilt bei der Parlamentswahl …
Zweiter Wahltag bringt die Entscheidung in Tschechien

Rajoy-Kabinett will Maßnahmen zur Katalonien-Krise abstimmen

Die Verhärtung auf beiden Seiten bestimmt die Entwicklung der Krise zwischen der Region Katalonien und dem Staat Spanien. Heute will Madrid konkrete Schritte gegen die …
Rajoy-Kabinett will Maßnahmen zur Katalonien-Krise abstimmen

Die erste Runde ist geschafft: So verlief am Freitag die Jamaika-Sondierung

In konstruktiver Atmosphäre, aber ohne nennenswerte Fortschritte ist die erste Sondierungsrunde von CDU, CSU, FDP und Grünen zu Ende gegangen.
Die erste Runde ist geschafft: So verlief am Freitag die Jamaika-Sondierung

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.