170 Demos geplant

„Politik zugunsten der Reichen“: Landesweite Proteste gegen Macron

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Demonstranten gegen Macrons Politik am 16. November in Rennes, Frankreich.

In Frankreich gibt es neue Proteste gegen die Regierungspolitik von Präsident Macron, es wird gestreikt und demonstriert. Vorgeworfen wird Macron eine neoliberale Politik.

In Nizza fuhren am Donnerstag keine Busse und Straßenbahnen, in Paris betrafen die Aktionen vor allem den öffentlichen Rundfunksender France Inter. Insgesamt waren 170 Demonstrationszüge geplant. Es handelt sich um den vierten Aktionstag seit Macrons Amtsantritt vor gut sechs Monaten.

Aufgerufen zu den Protesten haben die Gewerkschaften CGT und FO sowie Studentenverbände, auch die Linkspartei La France Insoumise (Das unbeugsame Frankreich) hat sich angeschlossen.

Die Organisatoren werfen Macron "neoliberale" Arbeitsmarkt-Reformen und eine Politik zugunsten der Reichen vor. Die Studentenverbände wenden sich zudem gegen ein Gesetz, von dem sie einen eingeschränkten Zugang zu den Hochschulen befürchten. Die Vorlage soll kommende Woche vom Kabinett verabschiedet werden. Die größte französische Gewerkschaft CFDT trägt die Proteste nicht mit, sie setzt auf Verhandlungen mit der Regierung.

Zuletzt war die Beteiligung an den Demonstrationen deutlich abgeflaut. Am ersten Aktionstag Mitte September waren nach unterschiedlichen Angaben von Polizei und Organisatoren noch zwischen 220.000 und 500.000 Menschen auf die Straße gegangen, Mitte Oktober schrumpfte die Beteiligung auf ein Fünftel.

afp

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