Neue Erkenntnisse

Kölner Polizei erwartet auch 2017 unruhige Silvesternacht

+
Silvester 2015 am Kölner Hauptbahnhof

Keine öffentlichen Einladungen oder Aufrufe: Das Zusammentreffen vieler junger Männer am Kölner Hauptbahnhof an Silvester 2016 war laut Polizei nicht gezielt geplant worden.

Köln - Die in der jüngsten Silvesternacht in Köln kontrollierten Männer mit teils nordafrikanischem und arabischem Hintergrund haben sich einer Polizeianalyse zufolge nicht gezielt abgesprochen. „Unter dem Strich: Keine Hinweise auf irgendeine Form von gezielten Verabredungen, öffentlichen Einladungen, übergeordneten Aufrufen“, fasste Kriminaldirektor Klaus Zimmermann am Donnerstag das Ergebnis der Untersuchung der Kölner Polizei zusammen. In einer nachträglichen Befragung gaben demnach viele der damals Kontrollierten an, einfach „zum Feiern“ gekommen zu sein.

Nach Einschätzung von Experten muss die Polizei in nordrhein-westfälischen Großstädten in der kommenden Silvesternacht wieder mit der Anreise großer Männergruppen rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Kölner Polizei veröffentlichte Analyse. „Nach meiner jetzigen Einschätzung müssen wir uns darauf einstellen, dass die Einsatzkräfte der Polizei in einem außerordentlich starken Maße wieder im Einsatz sind“, sagte NRW-Innenstaatssekretär Jürgen Mathies. Er war bis zum Sommer Polizeipräsident in Köln.

Polizei: Auch Silvester 2016 drohte in Köln zu eskalieren

An Silvester 2016/17 waren laut Polizei etwa „2000 nordafrikanisch beziehungsweise arabisch aussehende junge Männer“ nach Köln gekommen, von denen viele aggressiv auftraten. Die Polizei überprüfte sie und verhinderte nach eigener Einschätzung eine Wiederholung der Vorfälle aus dem Vorjahr. 

Eine andere Analyse der Polizei hatte auch die Vorfälle im Jahr 2015 als „vermeidbar“ bezeichnet: Zum Jahreswechsel 2015/16 war es in Köln zu zahlreichen sexuellen Übergriffen und massenhaften Diebstählen gekommen.

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Tabubruch? Brandenburgs CDU-Chef will nach Wahl 2019 mit AfD sprechen

Knapp zwei Jahre vor der Landtagswahl macht Brandenburgs CDU-Chef eine kontroverse Ankündigung: Er will im Falle des Wahlsiegs auch mit der AfD sprechen.
Tabubruch? Brandenburgs CDU-Chef will nach Wahl 2019 mit AfD sprechen

Türkei hält an Operation gegen Kurden-Miliz in Syrien fest

Istanbul (dpa) - Trotz gegenteiliger Appelle der USA hält die Türkei an ihren Plänen für eine Offensive gegen die Kurden-Miliz YPG in der nordsyrischen Region Afrin fest.
Türkei hält an Operation gegen Kurden-Miliz in Syrien fest

Abgang renommierter NRW-Steuerfahnder sorgt für Empörung

Erst ging der legendäre "Mann ohne Gesicht", jetzt gehen seine besten Leute: Steckt die schwarz-gelbe Landesregierung hinter dem Seitenwechsel renommierter Steuerfahnder?
Abgang renommierter NRW-Steuerfahnder sorgt für Empörung

Trump droht der „Shutdown“ - heftige Twitter-Vorwürfe gegen die Demokraten

Donald Trump droht einmal mehr Ungemach: Um eine Haushaltssperre zu vermeiden, braucht er die Hilfe der Demokraten. Für die findet er harsche Worte.
Trump droht der „Shutdown“ - heftige Twitter-Vorwürfe gegen die Demokraten

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.