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Proviantamt Fritzlar, Chinapark Ziegenhain: Flüchtlinge ziehen um

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Steht schon bald wieder leer: der Chinapark in Ziegenhain. Fotos: Archiv
Steht schon bald wieder leer: der Chinapark in Ziegenhain. Fotos: Archiv © Lokalo24.de

Die wenigen verbliebenen Flüchtlinge im Chinapark Ziegenhain und im ehemaligen Proviantamt Fritzlar ziehen Ende Mai nach Stadtallendorf um.

Schwalmstadt/Fritzlar. Die beiden Notunterkünfte für Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis, der Chinapark in Schwalmstadt-Ziegenhain und das ehemalige Proviantamt in Fritzlar, stellen zum Ende des Monats Mai ihren Betrieb ein. Das gab Hessens Sozialminister Stefan Grüttner am Mittwochnachmittag bekannt. Demnach werden die noch 124 verbliebenen Flüchtlinge aus dem Fritzlaer Proviantamt und die 90 verbliebenen Asylsuchenden im Ziegenhainer Chinapark nach Stadtallendorf umziehen.

"Wir haben den unvorhersehbar starken Anstieg der Zahlen im vergangenen Jahr gut gemeistert  und  Obdachlosigkeit  vermieden.  Wir  haben  es  in  einer  gewaltigenGemeinschaftsleistung mit den Kommunen und vielen Helferinnen und Helfern und den Hilfsorganisationen geschafft, 80.000 registrierte Zugänge plus etwa 36.000 Menschen, die von Hessen aus weitergeleitet wurden, unterzubringen", so Grüttners Resümee. Der Preis dafür seien aber auch Kraftakte im Rahmen von Katastrophenschutzbefehlen gewesen. Mittels derer konnten Unterkünfte für 1.000 Menschen über Nacht von den Kommunen Hand in Hand mit dem Land Hessen aus dem Boden gestampft werden.

Zum Hintergrund: Bereits am 20. April hatte Grüttner ein neues Standortkonzept der hessischen Landesregierung bekanntgegeben (wir berichteten hier). Damit reagierte der Minister für Soziales und Integration auf die derzeit niedrigen Belegungszahlen in den hessischen Flüchtlingsunterkünften.

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