Besetzungsrüge

Berliner Schleuser-Prozess vertagt

+
Vor dem Berliner Landgericht hat ein Prozess gegen mutmaßliche Schleuser begonnen. Foto: Paul Zinken

Berlin (dpa) – Vier mutmaßliche Schleuser müssen sich seit Dienstag vor dem Landgericht Berlin verantworten. Die 31 bis 43 Jahre alten Männer sollen gewerbs- und bandenmäßig Flüchtlinge aus dem arabischen Raum illegal von Österreich nach Deutschland geschmuggelt haben. Laut Anklage wurden jeweils bis zu zwölf Flüchtlinge - zumeist aus Syrien und dem Irak – in teilweise viel zu engen Fahrzeugen über die Grenze gebracht.

Der erste Prozesstag kam nicht über die Verlesung der Anklage hinaus. Die Verteidiger rügten zum Auftakt die Besetzung des Gerichts, die Richter vertagten daraufhin die Verhandlung. Bis zum 22. August wollen sie über den Antrag entscheiden. Ob sich die Angeklagten, denen ein bis zehn Jahre Haft drohen, zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zunächst offen.

Bei den vier Männern handelt es sich um Libanesen mit Wohnsitz in Berlin-Spandau. Die Anklage geht davon aus, dass sie als Mitglieder einer österreichisch-deutschen Schleuserorganisation agierten. Sie sollen laut Staatsanwaltschaft illegal über Ungarn nach Österreich eingereiste Migranten nach Deutschland geschleust haben. In der Anklage ist von mehr als 60 Menschen die Rede. Die Zahl liege aber vermutlich deutlich höher, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Trump und Putin: Treffen der politischen Schwergewichte

Der Showdown beginnt. US-Präsident Trump und Kremlchef Putin schütteln in Helsinki demonstrativ kräftig die Hände. Die beiden verstehen sich sichtlich, die Beziehung …
Trump und Putin: Treffen der politischen Schwergewichte

"Da tickt etwas nicht ganz ...“: Trump empört Europäer - Geheim-Gespräch mit Putin beginnt hoffnungsvoll

Donald Trump und Wladimir Putin treffen sich am Montag zum mit großer Spannung erwarteten Gipfel in Helsinki. Wir berichten im News-Ticker.
"Da tickt etwas nicht ganz ...“: Trump empört Europäer - Geheim-Gespräch mit Putin beginnt hoffnungsvoll

Deutschland nimmt Kontakt mit Tunesien wegen Sami A. auf

Im Streit über die Abschiebung des Gefährders Sami A. nach Tunesien steht eine gerichtliche Klärung an. NRW und Bochum haben Beschwerde gegen den Rückholbeschluss …
Deutschland nimmt Kontakt mit Tunesien wegen Sami A. auf

„Er ist ein Täter! Er muss vor Gericht": Flüchtlingsschiff-Kapitän klagt Seehofer an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht Innenminister Horst Seehofer indirekt für schlechte CSU-Umfragewerte verantwortlich. In der Partei gärt es nach den …
„Er ist ein Täter! Er muss vor Gericht": Flüchtlingsschiff-Kapitän klagt Seehofer an

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.