Nach Tod von russischem Botschafter

„Sinnlose Tat“: Bundesregierung verurteilt Attentat in Ankara

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Reaktion auf das Attentat von Ankara: Regierungssprecher Steffen Seibert verurteilt den Angriff „auf das Schärfste“.

Berlin - Das tödliche Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara ruft schärfste Kritik hervor. Nicht nur der deutsche Regierungssprecher meldet sich zu Wort.

Die Bundesregierung hat den tödlichen Angriff auf den russischen Botschafter in Ankara "auf das Schärfste" verurteilt. Es handele sich um eine "sinnlose Tat", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Montagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Auch andere Regierungen zeigten sich entsetzt über den Angriff auf Andrej Karlow bei einer Ausstellungseröffnung in der türkischen Hauptstadt.

"Wir verurteilen diesen Akt der Gewalt", erklärte in Washington der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby. „Der abscheuliche Angriff auf ein Mitglied des diplomatischen Korps ist unakzeptabel“, erklärte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates am Montag. „Wir sind mit Russland und der Türkei in der Entschlossenheit vereint, Terrorismus in jeglicher Form zu begegnen.“ Die USA kondolierten der Familie des Botschafters ebenso wie dem russischen Volk.

EU-Außenbeaufragte „zutiefst erschüttert“

„Ich war zutiefst erschüttert, von dem unfassbaren Angriff auf Botschafter Andrej Karlow heute Nachmittag in Ankara zu hören“, schrieb die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in einer Botschaft an den russischen Außenminister Sergej Lawrow.

Mogherini drückte der Familie des Diplomaten und den russischen Behörden ihre Anteilnahme aus. „Wir möchten angesichts dieses kriminellen Gewaltakts unsere Solidarität mit Russland ausdrücken“, hieß es in dem am Montagabend veröffentlichten Text weiter.

Frankreichs Präsident François Hollande verurteilte das Attentat in der Türkei „mit Nachdruck“. Das erklärte der Pariser Élyséepalast am Montagabend in einer knappen Stellungnahme zum Attentat auf Karlow. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayraut teilte mit, er habe mit Bestürzung von der Attacke auf den Diplomaten in Ankara erfahren. „Frankreich verurteilt diese niederträchtige Tat. Nichts kann Gewalt und Terrorismus rechtfertigen“, so Ayrault.

Syrien: „Feiger Angriff“ und „abscheuliches Verbrechen“

Das mit Russland verbündete Syrien sprach von einem "feigen Angriff" und "abscheulichen Verbrechen". Dieses zeige die Notwendigkeit, "alle Maßnahmen zu ergreifen, um den Terrorismus zu bekämpfen", erklärte das Außenministerium in Damaskus.

Russland unterstützt massiv den Kampf der syrischen Regierungstruppen gegen Aufständische im Land, unter anderem das derzeitige Vorrücken der Armee in der Stadt Aleppo. Bei dem Angriff auf Karlow rief der Täter einem Augenzeugen zufolge "Aleppo" und "Rache".

Der Täter verletzte auch mehrere weitere Menschen und wurde schließlich laut Medienberichten von Sicherheitskräften "neutralisiert". Bei ihm handelt es sich nach Angaben von Ankaras Bürgermeister Melih Gökcek um einen türkischen Polizisten.

afp, dpa

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