„Reines Kommerzfest"

Margot Käßmann schimpft über Halloween

Margot Käßmann kann Helloween offenbar nicht viel abgewinnen.
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Margot Käßmann kann Helloween offenbar nicht viel abgewinnen.

Die Botschafterin der evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, hat schwere Vorbehalte gegen Halloween-Feiern am Reformationstag.

München - "Das ist ein reines Kommerzfest", sagte Käßmann der "Rhein-Neckar-Zeitung" vom Montag. "Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien."

Das Merchandising um die 500-Jahr-Feier der Reformation verteidigte Käßmann jedoch. Solche Vermarktungsaktionen gebe es heute zu jedem Großereignis. "Wir hatten Luther-Bier, Luther-Brote und Luther-Playmobil. Den Papst gibt es als Spardose, als Anhänger und Postkarte", sagte Käßmann. Man solle es mit Luther halten: "Der hat gesagt: Das Evangelium kann nur mit Humor gepredigt werden. Und Humor tut der Evangelischen Kirche gut."

Der Reformationstag am Dienstag steht ganz im Zeichen des 500. Reformationsjubiläums und ist deshalb ausnahmsweise ein bundesweiter Feiertag. Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther der Überlieferung nach 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg. Es war der Anstoß für die kirchliche Erneuerungsbewegung, die Reformation.

Lesen Sie auch: So viel Geld gibt Deutschland für Halloween aus.

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