Im Internet tobt der Wahlkampf bis zum Schluss

„Fake-News“-Alarm: Vorsicht vor gefälschten Wahlprognosen

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Wahlkampf auf den letzten Metern: Ein Experte warnt vor gefälschten Zahlen und Nachrichten, die gezielt eingesetzt werden könnten.

Wie groß ist die Gefahr, dass bei der Bundestagswahl in letzter Sekunde Wähler in die Irre geführt werden? Sorgen am Ende „Fake News“ dafür, dass besorgte Bürger anders abstimmen, als sie eigentlich vor hatten?

Berlin - Wahlkampf-Auftritte gibt es am 24. September zwar keine mehr -  aber wenn auf den Straßen und in den Hallen für die Parteienvertreter das Rennen gelaufen ist, gelten in den Sozialen Medien wie Facebook, Twitter & Co. andere Regeln - nämlich fast keine. Das Thema beschäftigt im Endspurt vor dem Urnengang viele Experten und Beobachter. 

Gegenüber „Bild“ warnte der Politik- und Daten-Experte Prof. Simon Hegelich von der Hochschule Für Politik an der Technischen Universität München: „Man muss mit Fake News am Wahltag rechnen. Auch die Menschen müssen sich darauf einstellen.“

Beeinflussung kurz vor Torschluss

Gefälschte Nachrichten, die in eine bestimmte Richtung gehen, könnte die Wahlentscheidung mancher Bürger kurz vor Torschluss beeinflussen, so die Befürchtung. Zum Beispiel könnten in den Sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder youtube ungeprüfte Berichte über krimineller Flüchtlinge auftauchen, um die Wähler zu beeinflussen. 

„Die Effekte von Fake News lassen sich schwer messen. Zumindest kurzfristig schaffen sie Unruhe,“ sagt Professor Hegelich in dem Bericht von bild.de.

In einem anderen Fall sind es gefälschte Wahlprognosen, die das Bild vor dem Urnengang verzerren könnten. Schon am frühen Nachmittag des Wahlsonntags könnte dieser Fall eintreten. Der Experte warnt: „Vermeintliche Hochrechnungen können genutzt werden, um im letzten Moment noch die eigenen Wähler zu mobilisieren.“

Darauf achten, ob Informationen bestätigt sind

Weitere Szenarien werden diskutiert und die Bürger werden davor gewarnt: So könnte zum Beispiel Berichte über Wahlbetrug auftauchen. Dass die jeweiligen Informationen nicht bestätigt sind, fällt dabei weitgehend unter den Tisch.

Wer bei seiner Wahlentscheidung am kommenden Sonntag sicher sein möchte, dass er nicht betrügerischen Quellen auf den Leim geht, der muss also ganz genau hinschauen, womit er konfrontiert wird. Auch der Politik-Professor rät in dem Beitrag beim „Bild“ dazu, sicc nicht auf den letzen Metern verrückt machen zu lassen. Professor Hegelich wörtlich: „Am besten schaltet man das Handy bis kurz vor 18 Uhr aus und geht in den Park spazieren.“

js

Den Unterschied zwischen Prognosen und Hochrechnungen erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

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