In Wochenendseminaren

Reservistenverband will Zivilisten an der Waffe ausbilden

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Die Wehrpflicht ist seit 2011 ausgesetzt, das wirkt sich auch auf die Zahl der Reservisten aus. Foto: Ole Spata/Archiv

Berlin (dpa) - Aus Personalnot will der Reservistenverband in einem Pilotprojekt die Ausbildung von Zivilisten an der Waffe erproben.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat der Verband bereits 30 Kandidaten ausgewählt, die zunächst vom Militärischen Abschirmdienst auf Sicherheitsbedenken überprüft und dann in Wochenendseminaren durch die Grundausbildung bei der Bundeswehr geschleust werden sollen.

Unterstützt wird das Projekt vom Verteidigungsministerium. "Die Initiative des Pilotprojektes zielt darauf ab, geeignete und motivierte Reservisten zu gewinnen und zu qualifizieren", erklärte ein Sprecher dem Blatt. Die Auswertung des Pilotprojektes werde zeigen, ob die Idee "Schule macht".

Nach Angaben des Verbandes seien im vergangenen Jahr 27.750 Reservisten im Einsatz gewesen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Das seien über 30.000 weniger als benötigt. In Deutschland ist die Wehrpflicht seit 2011 ausgesetzt. Seitdem sind die Streitkräfte von mehr als 200.000 auf derzeit 179.000 Soldaten geschrumpft. In der Folge stehen langfristig auch weniger Reservisten zur Verfügung.

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