Ansteckendere Mutation

RKI: Nicht die Frage ob, sondern wann Delta-Variante kommt

Lothar H. Wieler
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RKI-Präsident Lothar H. Wieler warnt vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung.

Die zuerst in Indien aufgetauchte Delta-Variante ist deutlich ansteckender. Für RKI-Chef Wieler stellt sich nicht die Frage, ob sie Deutschland erreicht, sondern wann das der Fall sein wird.

Berlin (dpa) - Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt.

Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er.

Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren“, sagte Wieler.

Inzidenz in Großbritannien steigt enorm

Das Beispiel Großbritannien zeige bereits, wie fragil Erfolge in der Pandemiebekämpfung sein könnten. Dort war die 7-Tage-Inzidenz innerhalb weniger Wochen wieder von 20 auf 70 gestiegen. Geplante weitere Lockerungen wurden deshalb verschoben. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Deutschland in sieben Tagen sinkt zur Zeit bundesweit - auf aktuell 10,3. Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung sei aber noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt, betonte Wieler.

© dpa-infocom, dpa:210618-99-45827/2

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