Staaten sollen sich mäßigen

Rotes Kreuz kritisiert „entmenschlichte“ Debatte über Dschihadisten

Das internationale Rote Kreuz kritisiert, wie über die Dschihadisten des Islamischen Staats gesprochen wird. Sie rufen zur „Deeskalation der Sprache“ auf.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die "entmenschlichte" Debatte über ausländische Dschihadisten in Syrien und im Irak kritisiert. Öffentliche Äußerungen einiger Staaten seien von dem Wunsch getrieben, "diese Feinde auszulöschen", sagte der stellvertretende IKRK-Direktor für den Nahen Osten, Patrick Hamilton, am Donnerstag in Genf. Er rief alle Verantwortlichen zur "Deeskalation ihrer Sprache" auf.

Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly hatte Mitte Oktober angesichts der Kämpfe um die syrische IS-Hochburg Raka gesagt, dort müsse "ein Maximum an Dschihadisten neutralisiert" werden. "Wenn Dschihadisten in diesen Kämpfen umkommen, umso besser", fügte sie hinzu. Hunderte französische Staatsbürger haben sich in Syrien und im Irak der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat angeschlossen.

afp

Rubriklistenbild: © AFP PHOTO / HO / WELAYAT SALAHUDDIN

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