Freiwilliges Angebot

Rumänien will rund 2000 Flüchtlinge aufnehmen

Die verpflichtende Aufnahme von Flüchtlingen nach der EU-Quote lehnt Rumänien ab. Freiwillig will das Land aber nun zumindest1942 Menschen aufnehmen.

Bukarest - Rumänien will insgesamt 1942 Flüchtlinge aufnehmen, die aus den nahöstlichen Konfliktgebieten nach Griechenland oder Italien gelangt sind. Das sagte der rumänische Außenminister Teodor Melescanu am Freitag dem rumänischen Sender „Realitatea TV“. Bukarest habe der EU-Kommission „vor kurzem“ ein entsprechendes Angebot gemacht.

Derzeit leben etwa 700 Flüchtlinge in Rumänien. Diese relativ geringe Zahl ist nach Angaben der Behörden darauf zurückzuführen, dass kaum ein Flüchtling an einer Aufnahme in Rumänien interessiert sei. 

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise auf der Balkan-Route im Jahr 2015 hatte Rumänien zwar die Verteilung von Flüchtlingen in EU-Staaten nach verpflichtenden Quoten abgelehnt, zugleich aber die „freiwillige“ Aufnahme von 1785 Flüchtlingen zugesagt. Anders als Ungarn und die Slowakei hat Rumänien nicht gegen die Flüchtlingsquote geklagt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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