Anwalt verkündet

Russland-Affäre: Trump nun doch zu Befragung bereit

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Donald Trump.

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Anwalts bereit, sich von dem unabhängigen Sonderermittler zur Russland-Affäre vernehmen zu lassen. Den Eindruck hatte man zuletzt nicht mehr.

Trump sei "sehr erpicht" darauf, gegenüber Ermittler Robert Mueller auszusagen, sagte Anwalt Ty Cobb laut am Donnerstag vom US-Sender CBS veröffentlichten Interviewauszügen.

Zwischenzeitlich war der Eindruck entstanden, dass Trump unwillens sein könnte, sich von dem früheren Chef der Bundespolizei FBI befragen zu lassen. In der vergangenen Woche sagte der Präsident, eine solche Vernehmung sei "unwahrscheinlich". Schließlich habe niemand Hinweise auf geheime Absprachen seines Lagers mit Russland vor seinem Amtsantritt gefunden.

Bereits im Sommer hatte Trump jedoch gesagt, er sei zu "100 Prozent" bereit, Mueller Rede und Antwort zu stehen. Die "Washington Post" berichtete Anfang Januar, der Sonderermittler könnte den Präsidenten schon "in den nächsten Wochen" vorladen. Demnach verhandelte Muellers Team bereits mit Trumps Anwälten über Detailfragen wie Termin, Ort und Bedingungen der Befragung.

Lesen Sie auch:  Trumps ehemaliger Chefstratege im Visier der Russland-Ermittler

Der Sonderermittler untersucht nicht nur, ob es mögliche illegale Absprachen zwischen Trumps Team und der russischen Regierung gab. Er geht auch dem Verdacht nach, dass Trump als Präsident dann die Ermittlungen zu den Moskau-Kontakten zu behindern versucht haben könnte.

afp

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