Reaktion auf US-Sanktionen

Russland weist 755 US-Diplomaten aus

Die Nationalflaggen von Russland (l) und den USA vor der US-Botschaft in Moskau (Russland). Nach dem Beschluss neuer Sanktionen gegen Moskau durch den US-Kongress müssen die USA ihr diplomatisches Personal in Russland reduzieren. Foto: Alexander Zemlianichenko
+
Die Nationalflaggen von Russland (l) und den USA vor der US-Botschaft in Moskau (Russland). Nach dem Beschluss neuer Sanktionen gegen Moskau durch den US-Kongress müssen die USA ihr diplomatisches Personal in Russland reduzieren. Foto: Alexander Zemlianichenko

Moskaus Antwort auf die vom US-Parlament beschlossenen Sanktionen lässt nicht lange auf sich warten. Wie bereits angekündigt, sollen US-Diplomaten das Land verlassen. Und es sind viele.

Moskau (dpa) - Russland wird angesichts der beabsichtigten neuen US-Sanktionen insgesamt 755 amerikanische Diplomaten des Landes verweisen. Das sagte Kremlchef Wladimir Putin der Agentur Tass zufolge am Sonntagabend.

«Wir haben schon eine Weile auf positive Veränderungen (seitens der USA) gewartet. (...) Sollte das irgendwann passieren, wird es nicht bald sein», sagte Putin. «Wir müssen zeigen, dass wir nichts unbeantwortet lassen.»

Mit den Maßnahmen reagiert Russland auf neue US-Sanktionen, die der Senat am Donnerstag mit großer Mehrheit beschlossen hatte. US-Präsident Donald Trump hat den Entwurf zwar noch nicht unterzeichnet, aber die Absicht dazu bekundet. Diese Sanktionen zeigten die aggressive Haltung der USA gegenüber Russland, hieß es in der Mitteilung. Weitere Gegenmaßnahmen behalte Moskau sich vor.

Die US-Sanktionen seien zwar noch nicht in Kraft. Russland wolle aber mit den Gegenmaßnahmen nicht auf die Unterschrift Trumps warten, da die Sanktionen technisch beschlossene Sache seien, hatte das Außenministerium am Freitag mitgeteilt.

Washington solle bis zum 1. September die Zahl seiner Mitarbeiter in der Botschaft und in den Konsulaten in Russland auf 455 senken, hatte das Außenministerium am Freitag weiter angekündigt. Wie viele US-Diplomaten das Land verlassen sollten, war zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich bekannt. Zudem würden zum 1. August zwei Landhäuser bei Moskau geschlossen, die das US-Personal nutzt. Weitere Gegenmaßnahmen behalte sich Russland vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Geld von vorderasiatischem Regime? Böser Verdacht gegen CDU-Abgeordneten - „Armutszeugnis für Union“

Der nächste Lobby-Verdacht im Bundestag: Die Immunität des CDU-Politikers Axel Fischer ist aufgehoben. Ihm wird vorgeworfen, für Geld Stimmung für einen Despoten zu …
Geld von vorderasiatischem Regime? Böser Verdacht gegen CDU-Abgeordneten - „Armutszeugnis für Union“

Kein Durchbruch am Ende des ersten Tags der Syrien-Konferenz

Astana - Der erste Verhandlungstag der Syrien-Konferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana ist ohne greifbare Fortschritte zu Ende gegangen. Dies verlautete am …
Kein Durchbruch am Ende des ersten Tags der Syrien-Konferenz

Corona-Not in Bayern: Drei oberbayerische Landkreise schon hart an der Grenze - Regierung denkt an neue Regel

Corona in Bayern: Die Test-Panne im Freistaat weitet sich aus. Derweil spricht sich Ministerpräsident Markus Söder gegen weitere Lockerungen aus.
Corona-Not in Bayern: Drei oberbayerische Landkreise schon hart an der Grenze - Regierung denkt an neue Regel

Nach Merkel-Ohrfeige: Spahn stellt sich kritischen Fragen - „Inzidenz von null wird es dauerhaft nicht geben“

Es geht wieder nicht so schnell wie erhofft: Gesundheitsminister Spahn musste seine Ankündigung zu Schnelltests zurücknehmen. Im Bundestag sprach er über deren …
Nach Merkel-Ohrfeige: Spahn stellt sich kritischen Fragen - „Inzidenz von null wird es dauerhaft nicht geben“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.