Das sagt Quanz: SPD-Landtagsabgeordneter zum Waldgesetz

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Lothar Quanz. Foto: Privat

Werra-Meißner/Wiesbaden. Mit großem Befremden müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der Gesetzentwurf zum HessischenWaldgesetz bereits heftig in der

Werra-Meißner/Wiesbaden. Mit großem Befremden müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der Gesetzentwurf zum HessischenWaldgesetz bereits heftig in der Öffentlichkeit diskutiert wird, der Text aber offiziell den parlamentarischen Raum noch gar nicht ereicht hat.

Was zum Gesetzestext bisher bekannt wurde, ist allerdings überaus kritikwürdig und wird im Hessischen Landtag äußerst strittig diskutiert werden und in der jetzigen Fassung nicht die Zustimmung der SPD finden.

1. Der Wald sollte prinzipiell allen Besucherinnen und Besuchern zugänglich sein, damit auch allen Radsportlern.

2. Die Einschränkung, dass Radfahren künftig nur auf "festen Wegen", wie sie auch von Autos genutzt werden, stattfinden darf, stellt einen gravierenden, unverhältnismäßigen, nicht akzeptablen Eingriff in die Nutzungsmöglichkeiten des Waldes dar.

3. Selbstverständlich ist für mich andererseits auch, dass es bestimmte "Sperrgebiete" geben muss zum Schutze von Pflanzen und als Rückzugs- und Ruhezonen für Tiere, ein "Querwaldeinfahren" ohne jede Einschränkung kann es und soll es auch nicht geben. Dies verlangen auch die Mountainbiker und ihre Fürsprecher nicht.

4. Wenn, wie es der jetzige Entwurf der Regierung vorsieht, das Radfahren nur gewisermaßen auf "Waldstraßen" stattfinden soll, nimmt man nicht nur den Radsportlern viele Möglichkeiten auf unterschiedlichen Wegen sich sportlich zu betätigen, sondern bündelt auch die Verkehre (Autos, Quads, Radfahrer und Wanderer) auf wenigen Straßen mit all den damit verbundenen Konflikten.

4. Meine alternativen Vorschläge:

4.1. Radfahren sollte auch künftig auf allen Wegen im Wald möglich sein, Ausnahme: Besondere Schutzgebiete

4.2.Zusätzliche besondere Strecken für Mountainbiker sollten gemeinsam zwischen Waldbesitzern, Kommunen, Sportverbänden und HESSEN FORST verabredet und eingerichtet werden. Gleiches sollte auch für Interessenten am neuen Trend des Geo-Catching gelten.

Die SPD wird für eine solche gemeinsame Lösung streiten, die möglichst alle Interessen berücksichtigt, die mit allen Beteiligten abzustimmen ist und die ganz besonders verhindert, dass Radsportler gewisermaßen aus dem Wald verbannt oder durch ihren Sport im Wald kriminalisiert werden.

Hier geht's zum Artikel "Das Ende der Freiheit?"

Lesen Sie das Interview mit dem Gründer des Bikeführers Werra-Meißner zum Thema

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