Merkel-Nachfolge

Bei „Maischberger“: Söder bestreitet Kanzler-Ambitionen - und lässt sich mit einem Wort das Hintertürchen offen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sitzt lächelnd in der ARD-Talkshow Maischberger, gegenüber Gastgeberin Sandra Maischberger
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Markus Söder stritt eigene Kanzlerambitionen bei „Maischberger“ ab.

Die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel ist noch nicht geklärt. Auch CSU-Chef Markus Söder wird zu den Kandidaten gezählt - er schränkte eigene Ambitionen jetzt ein.

  • In CDU und CSU läuft die Suche nach dem künftigen Bundeskanzler.
  • Bezüglich der Nachfolge von Angela Merkel fällt häufig der Name Markus Söder.
  • Doch Bayerns Ministerpräsident äußert sich dazu nun zurückhaltend.

München/Berlin - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gilt bei den Christdemokraten als potenzieller Kanzlerkandidat. Der CSU*-Politiker hat auch in der Schwesterpartei CDU* einige Fürsprecher, die ihm die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel* durchaus zutrauen. Auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz zählt zu Söders Befürwortern.

Nun wurde Söder in der ARD-Talkshow* von Gastgeberin Sandra Maischberger* mit den eigenen Ambitionen einer möglichen Kanzlerkandidatur konfrontiert. Die Journalistin spielte zuvor ein Video des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD*) ein. Dort unterstellte dieser Söder, dass der CSU-Vorsitzende zwar Kanzler werden wolle, sich aber noch nicht traue, dies öffentlich zu äußern.

Merkel-Nachfolge bei Maischberger (ARD): Markus Söder fühlt sich schon „ausbefördert“

Der bayerische Regierungschef ließ sich aber nicht locken und verneinte Schröders These. „Man ist als bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender ausbefördert - normalerweise“, entgegnete Söder. Und schob hinterher: „Mein Platz ist in Bayern, und da bleibt er auch.“

Eine klare Absage bezüglich der eigenen Kanzlerambitionen machte Söder damit nicht und schwächte mit dem Wort „normalerweise“ die eigene Aussage ab. Dies lässt Bayerns Landeschef eine Hintertür Richtung Berlin offen. Doch nicht nur in Sachen eigener Zukunft bezog Söder bei „Maischberger“* Stellung.

Markus Söder (CSU) bei Maischberger: Forderung nach bundesweit einheitlichen Corona-Regeln

Er positionierte sich auch in Sachen Corona-Maßnahmen und verteidigte den eigenen Kurs. Zudem forderte Söder ein einheitliches Vorgehen, etwa bei Regeln zur Maskenpflicht, Bußgeldern und Genehmigungen für Großveranstaltungen. Aktuell gibt es bei dem virtuellen Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit Söder und dessen Ministerpräsidentenkollegen hitzige Diskussionen.

„Ich habe totales Verständnis, wenn in einem Landkreis, in dem die Infektionszahl sehr gering ist, dass man
hier nicht automatisch die gleichen strengen Regeln anwenden müsste wie dort, wo sie sich gerade nach oben sich sehr stark entwickeln“, schlug der bayerische Ministerpräsident eine Orientierung am Infektionsgeschehen vor. Bund und Länder sprechen über eine mögliche Lösung am Donnerstag bei ihrer Konferenz. Gäste bei „Maischberger. Die Woche“ versprechen hitzige Diskussionen. Die ARD wagt einen revolutionären Schritt und verabschiedet sich bei Filmen und Serien vom klassischen Sende-Konzept. (kh) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Video: Abschaffung von Corona-Testpflicht wäre für Söder ein Fehler

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