Castorbehälter auf dem Neckar

Schiff für Atommüll-Transport steht in Obrigheim bereit

Das Schiff ist auf dem Weg zum stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim. Dort sollen Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Abfall auf das Schiff geladen und in ein Zwischenlager am Kernkraftwerk Neckarwestheim gebracht werden. Foto: Marijan Murat
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Das Schiff ist auf dem Weg zum stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim. Dort sollen Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Abfall auf das Schiff geladen und in ein Zwischenlager am Kernkraftwerk Neckarwestheim gebracht werden. Foto: Marijan Murat
Ein Fahrzeug der Polizei begleitet das Transportschiff. Foto: Marijan Murat
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Ein Fahrzeug der Polizei begleitet das Transportschiff. Foto: Marijan Murat
Hunderte Beamte sollen den Einsatz sichern. Atomkraftgegner haben Proteste angekündigt. Foto: Marijan Murat
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Hunderte Beamte sollen den Einsatz sichern. Atomkraftgegner haben Proteste angekündigt. Foto: Marijan Murat
Aktivisten befestigen ein Transparent an Schildermasten. Die Atomkraft-Gegner protestieren gegen einen Castor-Transport. Foto: Marijan Murat
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Aktivisten befestigen ein Transparent an Schildermasten. Die Atomkraft-Gegner protestieren gegen einen Castor-Transport. Foto: Marijan Murat
Insgesamt will der Energieversorger EnBW fünf Transporte mit je drei Castoren organisieren. Foto. Marijan Murat Foto: Marijan Murat
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Insgesamt will der Energieversorger EnBW fünf Transporte mit je drei Castoren organisieren. Foto. Marijan Murat Foto: Marijan Murat
Ein Castor-Behälter wird im Februar 2017 mit Hilfe eines Lastwagens über eine Rampe auf ein Schiff geschoben. Der Energieversorger EnBW testete am AKW Obrigheim den Transport von Castor-Behältern mit hoch radioaktivem Müll auf dem Wasserweg. Foto: Uwe Anspach
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Ein Castor-Behälter wird im Februar 2017 mit Hilfe eines Lastwagens über eine Rampe auf ein Schiff geschoben. Der Energieversorger EnBW testete am AKW Obrigheim den Transport von Castor-Behältern mit hoch radioaktivem Müll auf dem Wasserweg. Foto: Uwe Anspach
Am 25. Juni liegen die Transportschiffe Edda (l) und Ronja am Kernkraftwerk Neckarwestheim. Foto: Christoph Schmidt
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Am 25. Juni liegen die Transportschiffe Edda (l) und Ronja am Kernkraftwerk Neckarwestheim. Foto: Christoph Schmidt

Atommüll soll erstmals in Deutschland auf einem Fluss transportiert werden. Um die ausgedienten Brennelemente abzuholen, legt ein Schiff von der Polizei gesichert in Obrigheim an. Gegner formieren sich zum Protest.

Obrigheim (dpa) - Erstmals soll in Deutschland Atommüll auf einem Fluss transportiert werden - das dafür benötigte Schiff hat am Montag am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim auf dem Neckar angelegt.

Das Schiff soll nach dpa-Informationen am Dienstag mit drei Castor-Behältern samt ausgedienter Brennelemente beladen werden und am Mittwoch zum Zwischenlager in Neckarwestheim zurückfahren.

Die "Lastdrager 40" und die Schubboote "Edda" und "Ronja" hätten die etwa 50 Kilometer lange Strecke nach der Abfahrt am frühen Morgen von Neckarwestheim störungsfrei zurückgelegt, hieß es von den Behörden. Den sogenannten Schubverband begleiteten Sicherheitskräfte mit Booten, Einsatzfahrzeugen und einem Hubschrauber. Auf dem Schiff selbst befanden sich demnach keine Polizisten.

Es wäre nach Angaben des Energieversorgers EnBW die erste Verfrachtung von Atommüll auf einem Fluss in Deutschland. Am Montag demonstrierten Aktivisten in Gundelsheim (Kreis Heilbronn) friedlich gegen den Plan der EnBW. Für den Transporttag werden größere Proteste erwartet. Insgesamt plant die EnBW fünf Transporte mit je drei Castoren.

Das Schiff hatte in Neckarwestheim am Montag um 05.20 Uhr abgelegt. Neckarwestheims Bürgermeister Jochen Winkler (parteilos) nannte den bevorstehenden Transport von Atommüll eine Enttäuschung. Die Gemeinde musste in der vergangenen Woche vor dem Verwaltungsgericht Berlin eine Niederlage hinnehmen, als sie den Transport mit einem Eilantrag zumindest verzögern wollte. "Ich schließe eine Beschwerde gegen das Urteil nicht aus - aber es wäre sehr ärgerlich, wenn bis zu einer weiteren Entscheidung bereits einige Transporte erfolgt wären", sagte Winkler der Deutschen Presse-Agentur.

Sylvia Kotting-Uhl, die atompolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, forderte die EnBW auf, Neckarwestheim 2 ein halbes Jahr früher als vorgesehen vom Netz nehmen. Dies wäre dann ein "Ausgleich" für den Atommüll aus Obrigheim, den Neckarwestheim aufnehme, sagte sie der "Heilbronner Stimme".

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