„Schilda lässt grüßen“ - FWG mit verbalem Rundumschlag

+

Hier die Pressemitteilung von Andreas Hölzel im Wortlaut:Eschwege. Man könnte meinen, dass man versucht, unsere Kreisstadt Eschwege mit Schilda zu v

Hier die Pressemitteilung von Andreas Hölzel im Wortlaut:

Eschwege. Man könnte meinen, dass man versucht, unsere Kreisstadt Eschwege mit Schilda zu vergleichen. Dort hatte man beim Bau eines neuen Rathauses die Fenster vergessen. Fortan versuchte man mit Eimern das Sonnenlicht einzufangen und ins Innere zu tragen. Wenn man die Chronologie um die zunächst geplante "Sanierung" der Eschweger Stadthalle, die dann aus Förderrichtlinien "Umgestaltung" bzw. "Neuausrichtung" heißen musste betrachtet, muss man nicht viel Hang zum Spot haben, um zu einem ähnlichen Ergebnis zu kommen.

Da gab es einen geradezu "bauwütigen" Bürgermeister Zick, der seinerzeit den Stadtverordneten eine zu überarbeitende und zeitgemäße Stadthalle versprach, die den heutigen Anforderungen entsprechen und mit weniger jährlicher städtischer Zuwendungen auskommen sollte. Dabei vergass er, dass gar kein Geld dafür vorhanden war. Offenbar egal, denn es bestanden plötzlich diverse Vertragskonstellationen, aus denen die Stadtverwaltung nicht mehr heraus kam und der in 2009 scheidende Bürgermeister Zick mit zu verantworten hat. Und schon ist Eschwege nicht weit weg von Schilda.

Die Devise hieß: Erst bauen, dann denken. Und zwar mit sage und schreibe drei Architektenbüros. Schon wieder wird ein Sprichwort wahr, dass viele Köche den Brei verderben.

Die jetzige Verwaltungsführung konnte die Stadtverordneten bis vor zwei Wochen davon unterrichten, dass die Kosten innerhalb der beschlossenen Deckelung von 5.5 Mio. Euro liegen würden.

Sprichwörtlich die Schockstarre setzte bei uns ein, als der Bürgermeister uns von seiner selbst erst jüngst von den Architekten erhaltene Nachricht der Kostensteigerung informierte. Dass aber der SPD-Fraktionsfrontmann und gleichzeitig Bau- Ausschussvorsitzende Feiertag mit seinem Koalitionär der Grünen jetzt plötzlich die Frage danach stellen, "warum der erhöhte Sanierungsbedarf nicht schon in den beiden Gutachten aufgefallen und nicht gleich in die Kostenaufstellung der Architekten eingeflossen sei" empört die Freien Wähler.

Das war immer schon unser Ansatz darauf hinzuweisen, dass bei einem Umbau einer über 40 Jahre alten Stadthalle unvorhergesehene Missstände entdeckt werden würden, die uns später teuer zu stehen kommen werden.

Für diese Eventualitäten sind keine Mittel in den vergangenen Haushalten veranschlagt worden. Der Haushalt fand die Zustimmung der SPD und Grünen.

Die Freie Wähler Gemeinschaft verweist auf die Tatsache, dass bis heute noch immer, weder ein Betreiber schon gar nicht ein Pächter der Liegenschaft Stadthalle konkret benannt werden kann. Daraus resultiert auch, dass die FWG sich vehement und mit Erfolg gegen einen Ausbau des angeschlossenen Restaurant ausgesprochen hat, solange auch hierfür kein Konzept, Betreiber bzw. Pächter gefunden ist. Gleiches gilt für die Bestuhlung bzw. Hoteletagenausbau. Es ist nicht neu, dass hierfür kein Betrag im Haushalt der Kreisstadt Eschwege vorgemerkt ist und bei Bedarf als Nachtragshaushalt hätte eingebracht werden müssen.

Alles in allem merken die Freien Wähler an, dass wäre es nach ihren Recherchen gegangen, eine komplett neue schöne Multifunktionshalle bereits seit einem halben Jahr

fertig und den Bürgern zur Nutzung zur Verfügung stehen könnte. Die Fixkosten für die neue, nutzbare, voll ausgestatteten Halle lag bei einem Referenzobjekt in der Stadt Hemer bei 5,8 Mio Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Seehofer als CSU-Vorsitzender bestätigt - Söder Spitzenkandidat der Union

Horst Seehofer ist als Parteivorsitzender wiedergewählt worden, Markus Söder geht als Spitzenkandidat der Union ins Rennen: Alles zum CSU-Parteitag im News-Ticker.
Seehofer als CSU-Vorsitzender bestätigt - Söder Spitzenkandidat der Union

Kommerzialisierung: Riesen-Ärger für größten deutschen Sportverein

Eine hessische Gerichtsentscheidung mit Signalwirkung könnte den deutschen Alpenverein mit seinen knapp 1,2 Millionen Mitgliedern zu einer Neuorganisation zwingen.
Kommerzialisierung: Riesen-Ärger für größten deutschen Sportverein

Palästinenser weisen US-Äußerungen zu Klagemauer zurück

Ramallah/Washington (dpa) - Die Palästinenser haben US-Äußerungen zurückgewiesen, denen zufolge die Klagemauer in Jerusalems Altstadt im Rahmen einer künftigen …
Palästinenser weisen US-Äußerungen zu Klagemauer zurück

Kompromiss soll Mays zweite Brexit-Schlappe verhindern

London (dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May wird ihre nächste drohende Brexit-Schlappe im Parlament höchstwahrscheinlich mit einem Kompromiss verhindern.
Kompromiss soll Mays zweite Brexit-Schlappe verhindern

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.