Galgenhumor bei den Geschassten

Schulz trifft Gabriel - und spricht sarkastisch vom SPD-„Meisterstück“

Außerordentlicher Bundesparteitag der SPD
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Martin Schulz (li.) und Sigmar Gabriel beim außerordentlicher Bundesparteitag der SPD im April

Ihr Zoff ist legendär: Am Ende verloren beide. Nun haben sich die beiden Ex-SPD-Chefs Sigmar Gabriel und Martin Schulz versöhnt - und den Galgenhumor wiedergefunden.

Berlin - Die ehemaligen SPD-Parteivorsitzenden Martin Schulz und Sigmar Gabriel nehmen ihr Zerwürfnis im Wahlkampf vor wenigen Monaten mittlerweile offenbar mit Humor. Nach Angaben des Spiegel trafen sich die beiden Politiker vergangene Woche erstmals nach dem Streit zu einem ausführlichen Gespräch. Schulz sagte nach Angaben des Magazins zu Gabriel: „Wir haben ein Meisterstück geschafft. Wir haben aus dem populärsten den unpopulärsten Politiker gemacht und aus dem unpopulärsten den populärsten. Das muss man uns erst mal nachmachen.“

Auch interessant: Schulz und Gabriel - ihre Freundschaft zerbrach viel früher als gedacht

Schulz spielte darauf an, dass er zunächst im März 2017 mit 100 Prozent zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden war, bevor er dann nach der Bundestagswahl schließlich auf Druck der Partei vom Vorsitz zurückgetreten war, während Gabriel als Außenminister zum beliebtesten Politiker Deutschlands aufstieg.

Wieder im Reinen mit dem „Mann mit den Haaren im Gesicht“

Nach schweren Konflikten vor und nach der Bundestagswahl hatten die beiden Sozialdemokraten monatelang nicht miteinander gesprochen. Gabriel hatte sich öffentlich über Respektlosigkeit und Wortbruch in der Partei beklagt und Schulz heftig angegriffen. Als Reaktion auf Schulz' beabsichtigten Wechsel ins Außenamt sagte er, seine Tochter Marie habe ihn mit den Worten getröstet: „Papa, jetzt hast du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht.“

Bereits Mitte Februar war dann bekannt geworden, dass sich die beiden versöhnt hatten. „Es stimmt, dass ich die Entschuldigung von Sigmar Gabriel angenommen habe“, hatte Schulz der Bild-Zeitung gesagt.

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dpa/fn

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