Große Empörung in der SPD

Seehofer wusste offenbar vorab von Schmidts Glyphosat-Votum

CSU-Chef Horst Seehofer war nach Angaben aus bayerischen Regierungskreisen vorab über das Ja von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) zur weiteren Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat in der EU informiert.

München - Seehofer habe in einer Sitzung des bayerischen Kabinetts am Dienstag deutlich gemacht, dass er schon vorab von Schmidts geplanter Zustimmung wusste, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in München am Dienstag übereinstimmend von mehreren Teilnehmern der Sitzung.

Mit seiner Zustimmung auf EU-Ebene hatte sich Schmidt über den Widerstand der SPD hinweggesetzt - und damit heftigen Streit in der geschäftsführenden Bundesregierung ausgelöst. Der Vorgang belastet auch die Überlegungen zu einer Neuauflage der großen Koalition.

Seehofer: CSU steht hinter Schmidt nach Glyphosat-Ja

Horst Seehofer hat Christian Schmidt nach dessen Ja zur weiteren Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat in der EU in Schutz genommen. „Die CSU spricht Christian Schmidt ihre Rückendeckung aus“, sagte Seehofer der Süddeutschen Zeitung (Mittwoch). Er könne nicht verstehen, dass Schmidt so abgekanzelt werde.

Weitere Informationen gibt es hier.

Lesen Sie auch: Nach dem Glyphosat-Eklat: Kommt jetzt die rot-rot-grüne Retourkutsche?

dpa/ Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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