Regierungssprecher Seibert erklärt 

G20-Zugänge für Journalisten wegen deutscher Erkenntnisse verweigert

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Regierungssprecher Steffen Seibert vor dem G20-Gipfel. 

Die Bundesregierung hat Journalisten die Zugangserlaubnis zum G20-Gipfel nach eigenen Angaben allein auf Grundlage von Erkenntnissen deutscher Behörden entzogen.

Die Bundesregierung ist Spekulationen entgegengetreten, Journalisten sei die Zugangserlaubnis zum G20-Gipfel in Hamburg auf Grundlage von Erkenntnissen ausländischer Sicherheitsbehörden entzogen worden. "Zwischen Ablauf des Akkreditierungsverfahrens und Beginn des Gipfels benannten die Sicherheitsbehörden bezüglich 32 Medienvertretern Sicherheitsbedenken, die ausschließlich aus eigenen Erkenntnissen deutscher Behörden resultierten", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mit. 

Neun Medienvertretern wurde die Akkreditierung entzogen - 23 kamen erst gar nicht

"Diese Bedenken mussten vom Bundespresseamt ernst genommen werden und hatten demnach Einfluss auf die bereits erteilten Akkreditierungen", erklärte Seibert weiter. "Das Bundespresseamt entschied daher, auf Anraten und in Absprache mit dem Bundeskriminalamt, diesen Personen die Akkreditierung zu entziehen." Tatsächlich sei dann neun Medienvertretern die Akkreditierung entzogen worden. "Die übrigen 23 Medienvertreter sind im Weiteren nicht mehr am Medienzentrum erschienen." 

Zuvor hatten Spekulationen für Empörung gesorgt, dass womöglich Informationen türkischer Sicherheitsbehörden Anlass für die Entscheidungen gegen die Journalisten gewesen sein könnten. Hintergrund ist ein ARD-Bericht, in dem über diesen Verdacht berichtet wurde. Konkrete Belege gab es zunächst aber nicht.

afp

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