„Einzige Protestpartei“

So präsentiert sich die Linke für den Bundestagswahlkampf 2017

Berlin - Die Linke will den Wählern ein echtes Angebot für soziale Gerechtigkeit unterbreiten. Sie sieht sich selbst als einzige soziale Protestpartei und will insbesondere Afd-Anhänger ansprechen.

Update vom 18. Juli 2017: Bei der Bundestagswahl im September treten Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch als Spitzenkandidaten für Die Linke an. Doch wie lautet das Wahlprogramm und für was stehen die beiden Politiker? In unserem Info-Text erfahren Sie es. 

Die Linken wollen im Bundestagswahlkampf 2017 ein Angebot für einen grundlegenden Politikwechsel machen. Es sei Zeit für soziale Gerechtigkeit und einen grundlegenden Bruch mit der Politik der vergangenen Jahre, sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger am Samstag in Berlin bei der Vorstellung des Entwurfs für ein Wahlprogramm der Linken.

Die größte Oppositionspartei im Bundestag wolle ein „wirkliches Angebot“ für soziale Gerechtigkeit unterbreiten. „Das ist ein durchfinanziertes Programm“, sagte Riexinger auf einer Pressekonferenz mit Co-Parteichefin Katja Kipping sowie den Spitzenkandidaten Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch.

Reiche sollen mehr abgeben, Manager weniger bekommen

Das Wahlprogramm sieht unter anderem mehr Abgaben für „Reiche“ sowie eine Begrenzung von Top-Managergehältern vor. Untere und mittlere Einkommen sollen entlastet werden. Öffentliche Investitionen sollen deutlich ausgebaut werden. Altersarmut und eine Mietpreisexplosion sollen verhindert werden.

Es werde weder einen Oppositions-, noch einen Regierungswahlkampf geben, sagte Kipping. Nach den Worten Wagenknechts wollen die Bürger eine andere Politik. Die Linke strebe ein zweistelliges Ergebnis an. Auch potenzielle AfD-Wähler müssten angesprochen werden. Die Linke sei die einzige soziale Protestpartei.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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