Ermordeter Regierungspräsident

Soko zum Fall Lübcke geht noch Hunderten Hinweisen nach

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Haus des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Die Ermittlungen gehen weiter. Foto: Swen Pförtner

Wiesbaden/Kassel (dpa) - Knapp drei Monate nach dem Mord am nordhessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke arbeitet eine Sonderkommission der Polizei derzeit noch fast 400 Hinweise zu dem Fall ab. Dies teilte das hessische Landeskriminalamt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Aktuell bestehe das Kernteam der Sonderkommission aus etwa 80 Beamten. Unterstützt werde die Soko weiterhin von Spezialisten des Bundeskriminalamtes und des LKA etwa für DNA-Spuren oder Schusswaffen.

Der CDU-Politiker Lübcke war Anfang Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen bei Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der rund zwei Wochen nach der Tat festgenommene Hauptverdächtige Stephan E. hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, dieses später aber widerrufen. Ihm wird Mord vorgeworfen, wegen Beihilfe dazu laufen außerdem Ermittlungen gegen Markus H. und Elmar J., die mit dem Verkauf der Tatwaffe in Verbindung gebracht werden.

Die Soko "Liemecke", die nach einem nahe am Tatort gelegenen Bach benannt wurde, ist noch in Räumen des Polizeipräsidiums Nordhessen in Kassel untergebracht. Geplant sei in den kommenden Wochen aber der Umzug nach Wiesbaden ins Landeskriminalamt, teilte das LKA mit.

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