Weihnachtsmarkt-Attentäter

Amri war in Deutschland Einzeltäter ohne Komplizen

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Eine Schneise der Verwüstung ist am 20. Dezember 2016 auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin zu sehen, nachdem der Attentäter Anis Amri mit einem Lastwagen über den Platz gerast war. Foto: Bernd von Jutrczenka

Laut Bundesanwalt gibt es keine Hinweise darauf, dass Amri in Deutschland Unterstützer hatte. Man geht jedoch davon aus, dass er allerdings von IS-Mitgliedern aus dem Ausland angeleitet worden ist.

Berlin (dpa) - Der islamistische Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri war nach den Erkenntnissen der Ermittler in Deutschland bis zum Schluss als Einzeltäter unterwegs.

Es gebe keine Hinweise darauf, dass Amri in Deutschland Unterstützer gehabt habe, sagte Bundesanwalt Thomas Beck im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhaus. Vom Ausland aus sei er allerdings von Mitgliedern des sogenannten Islamischen Staates (IS) angeleitet worden. Beck leitet bei der Bundesanwaltschaft die Abteilung Terrorismus.

Er sagte weiter, Amri habe sein Leben nicht über das Attentat auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche Ende 2016 hinaus geplant. Deswegen habe er auch sein Portemonnaie und zwei Handys bewusst am Tatort hinterlassen, um sich zur Tat zu bekennen. Möglicherweise habe Amri nicht damit gerechnet, den Anschlag selber zu überleben. Im Ausschuss sollte zudem der Sonderermittler des Berliner Senats, Bruno Jost, seinen Zwischenbericht vorstellen.

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