Jerusalem-Krise

Sondergipfel Islamischer Staaten in Istanbul

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Erdogan zählt zu den schärfsten Kritikern der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump. Foto: Burhan Ozbilici/Archiv

Eine Woche nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA hat in Istanbul ein Sondergipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) begonnen.

Istanbul - Einberufen hat das Krisentreffen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der zu den schärfsten Kritikern der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gehört. Vergangene Woche hatte Erdogan gesagt: "Auf diesem Gipfel werden wir die gesamte islamische Welt in Bewegung setzen."

Nach türkischen Angaben nehmen Staats- oder Regierungschefs von mindestens 20 Ländern an dem eintägigen Treffen teil. Darunter sind die Präsidenten des Irans, Indonesiens, Afghanistans und Somalias, die Emire Katars und Kuwaits sowie Jordaniens König Abdullah II. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gehört ebenfalls zu den Teilnehmern bei dem Sondergipfel, zu dem auch Vertreter der rivalisierenden radikalislamischen Hamas erwartet wurden.

Weniger prominent vertreten sind OIC-Länder, die zusammen mit Saudi-Arabien vor einem halben Jahr eine Blockade gegen Katar begonnen haben. Saudi-Arabien schickte den Religionsminister nach Istanbul, Ägypten den Außenminister, die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Vize-Außenminister. Die OIC ist ein Zusammenschluss von 57 Staaten und versteht sich als "kollektive Stimme der muslimischen Welt". Erdogan hat derzeit turnusgemäß den OIC-Vorsitz inne.

dpa

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