Sonntagsfrage

ARD-“Deutschlandtrend“: SPD gewinnt zwar leicht an Punkten - Merkel ist weiterhin nicht zu toppen

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In der Sonntagsfrage bleibt die Union mit 39 Prozent die mit Abstand stärkste Kraft, wie es in der am Mittwoch veröffentlichten Meinungsumfrage heißt.

Berlin - Die SPD gewinnt aber einen Punkt hinzu und erreicht 24 Prozent. Die Linken erreichen neun Prozent, Grüne, FDP und AfD jeweils acht Prozent. Die Grünen halten damit ihren Wert, während sich die Liberalen und die AfD um jeweils einen Punkt verschlechtern. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Montag und Dienstag dieser Woche 1505 Wahlberechtigte bundesweit befragt. Einer weiteren Umfrage zufolge sprechen sich 49 Prozent der Bürger dafür aus, dass die nächste Bundesregierung von der CDU/CSU geführt sein soll. Das sind zwei Punkte mehr als im Mai. 38 Prozent wünschen sich eine SPD-geführte Regierung, was ebenfalls einem Plus von zwei Punkten entspricht. Wenn die Bundeskanzlerin direkt gewählt würde, würden sich 52 Prozent für Angela Merkel (CDU) entscheiden (minus fünf Punkte). 30 Prozent würden SPD-Herausforderer Martin Schulz wählen (plus zwei Punkte). 14 Prozent würden sich für keinen von beiden entscheiden (plus drei Punkte). In der Liste der beliebten Politiker verzeichnen die Regierungsmitglieder und insbesondere Merkel Verluste. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verliert im Vergleich zum Vormonat einen Punkt. 64 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) erreicht 63 Prozent Zustimmung (minus drei Punkte im Vergleich zum Vormonat). Merkel verliert zehn Punkte und kommt auf 59 Prozent Zustimmung. Innenminister Thomas de Maizière erreicht 50 Prozent Zustimmung (minus drei). Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer kommt auf 40 Prozent Zustimmung (minus drei). Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner erreicht 39 Prozent Zustimmung (minus sechs). Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz verliert vier Punkte und erreicht mit 33 Prozent seinen niedrigsten Wert. Die Umfragen zur Regierungsbildung und zur Beliebtheit der Politiker wurden am Montag und Dienstag bei 1005 Bürgern vorgenommen.

afp

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