Angriff in der Nacht

Maskierte attackieren SPD-Zentrale mit Pflastersteinen - Staatsschutz ermittelt

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Angriff auf SPD-Zentrale

Mehrere Maskierte haben in der Nacht die SPD-Parteizentrale mit Pflastersteinen und Flaschen attackiert. Die Ermittlungen hat der Staatsschutz übernommen.

Berlin - Mehrere maskierte Täter haben die Zentrale der SPD in Berlin attackiert. Am späten Donnerstagabend warfen die Unbekannten Kleinpflastersteine und mit Farbe gefüllte Flaschen gegen das Willy-Brandt-Haus, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Mehrere Glasscheiben sowie Teile der Fassade wurden beschädigt.

Vor Ort war anhand der Schäden ersichtlich, dass die Täter das Gebäude an der Ecke Wilhelmstraße/Stresemannstraße in Kreuzberg von beiden Seiten attackierten. Reinigungsarbeiten waren bereits im Gange. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei keine Angaben machen. Die Partei war zunächst für Anfragen nicht erreichbar.

SPD: Unbekannte werfen Steine und Flaschen - Staatsschutz ermittelt

Zeugen hatten beobachtet, wie die Täter gegen 23.40 Uhr auf die Fahrbahn rannten und die Steine und Flaschen warfen. Nach der Tat konnten die Unbekannten entkommen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

In dieser Woche sind in Berlin schon mehrere nächtliche Angriffe auf Büros von CDU-Politikern bekannt geworden. Betroffen waren zwei Bundestags- und ein Landesabgeordneter. Auch in diesen Fällen ermittelt der Staatsschutz. Täter schlugen jeweils die Scheiben der Büros ein. Zwei der Betroffenen vermuteten unterschiedliche politische Hintergründe - einmal wurden Rechtsextremisten als Täter angenommen, einmal linksextremistische Mietaktivisten.

Im Sommer hatte es mehrere Attacken auch auf Räumlichkeiten der AfD gegeben. Zugleich gab es immer wieder drastische Drohungen gegen Politiker, unter anderem gegen den sächsischen SPD-Spitzenkandidaten Martin Dulig und seine Parteigenossin Petra Köpping. Ebenfalls in Sachsen sägten Unbekannte zuletzt einen Gedenkbaum für ein NSU-Opfer um.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erhielt kürzlich eine Drohung auf Twitter. Kurz vor seinem Besuch in Ankara machte sein türkischer Amtskollege eine klare Ansage. 

dpa/fn

Video: Mitglieder-Abstimmung für SPD-Vorsitz geht los

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