SPD: Weggang Sommerlads Schlag ins Kontor der Wirtschaftsregion

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Fazit des Fuldaer SPD-Stadtverbandes zum Weggang des Möbelhauses Sommerlad. Die Linke: Nicht unerwartet, doch sehr bedauerlich

Petersberg/Fulda. "Der Weggang des seit Jahrzehnten in Fulda etablierten Möbelhauses Sommerlad ist für die Wirtschaftsregion Fulda ein Schlag ins Kontor". Der Verlust von 130 Arbeitsplätzen schmerze außerdem werde Kaufkraft aus der Region abfließen, so das Fazit des Fuldaer SPD-Stadtverbandes.

Es sei unverständlich, dass sich ein Regierungspräsidium mit dem sturen Verweis auf das Planungsrecht über das einmütige Votum der Stadtregion hinwegsetze. Ausnahmen oder großzügige Interpretationen seien im Planungs- und Baurecht durchaus üblich, das wisse jeder Kommunalpolitiker. Während bei anderen Gelegenheiten das Arbeitsplatzargument einen hohen Stellenwert habe, interessiere das Regierungspräsidium dieses Argument scheinbar gar nicht, kritisiert Co-Vorsitzender Tritschler.Zwar habe auch Sommerlad Fehler gemacht, das wolle man nicht beschönigen. Aber Einige in der Region müssten sich schon fragen, warum der einmütige Wille der kommunalpolitisch Verantwortlichen in der Stadtregion nicht respektiert wurde. Das gelte sowohl für manche Berichterstattung, die überwiegend einseitig darstellte, als auch für manchen hauptamtlichen Kommunalpolitiker, von dem man sich mehr Unterstützung erwartet hätte, insbesondere vom Landrat. "Wäre hier eine Einheit gewesen, hätte es das Regierungspräsidium nicht so einfach mit der Entscheidungsfindung gehabt", meint Tritschler.Die Leidtragenden sind jetzt die, die ihre Arbeit verlieren und vielleicht keine adäquate mehr finden. Sowie diejenigen, denen jetzt ein vielfältiges Möbelangebot in der Region fehlt. Für die Stadtregion stellt sich jetzt die Frage, wie ihre Anliegen künftig mehr Gehör im Regierungspräsidium und der Regionalen Planungskommission bekommen. Denn ein Konstrukt wie dieses, kommt in Nordhessen eigentlich gar nicht vor.Vielleicht sollte diese Angelegenheit Anlass sein, über eine künftige intensivere Zusammenarbeit nachzudenken. Dabei dürften es keine Denkverbote geben und durchaus auch Visionen entwickelt werden, die bis hin zur Bildung einer Großstadt gehen könnten, heißt es zum Schluss der Pressemitteilung.

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Schlussverkauf bei Sommerlad: Nicht unerwartet, doch sehr bedauerlich

Fulda. Auch die Stadtfraktion Die Linke.Offene Liste / Menschen für Fulda bedauert, dass Frank Sommerlad nun doch das Handtuch wirft.

"Sehr schade, dass die Menschen dieser Region demnächst nur noch ein vollsortiertes Möbelhaus vor der Haustür haben. Besonders tragisch für die 130 Sommerlad-Beschäftigten, die zum 1. April 2017 ihren Arbeitsplatz verlieren werden, ist, dass das Möbelhaus, sobald es zukunftsfähig aufgestellt wäre, vor dem Hintergrund des regen Wohnungsbaus in und um Fulda, auf eine steigende Nachfrage hätte bauen können. Ihre Jobs wären also langfristig gesichert gewesen", erklärt Stadtverordnete Ute Riebold.

"Dass das Regierungspräsidium den Abweichungsantrag der Gemeinde Künzell für nicht genehmigungsfähig hält, ist jedoch nicht unerwartet – nicht nur aufgrund der Vorgaben der Regionalplanung – Stichwort Integrationsgebot – auch das Agieren des Landrats lief an der letztendlich gemeinsamen Politik der Stadtregion vorbei." Doch die Weichen seien wohl bereits vor vier Jahren falsch gestellt worden. "Schon lange bevor das Vorhaben im Juli 2013 an die Öffentlichkeit kam, hätten sich politisch Verantwortliche wie der damalige Künzeller Bürgermeister nicht so leichtfertig darüber hinwegsetzen dürfen, dass ein Abweichungsantrag nicht unbedingt genehmigt wird.""Nicht nur das, auch die unsägliche Berichterstattung und vieles andere mehr haben zu dieser langen Hängepartie geführt, die überdies auch die potentielle Sommerlad-Kundschaft verunsichert hat", betont Fraktionsvorsitzende Karin Masche, die zudem der Ansicht ist, dass Chancen vertan wurden, eine Alternativplanung an anderer Stelle der Stadtregion in Erwägung zu ziehen.

Hier lesen Sie weitere Artikel zur Sommerlad-Schließung:

Nachricht schlug ein wie eine Bombe

Statements von Woide, Wingenfeld und dem Regierungspräsidium

Schock für 130 Mitarbeiter

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