Im Saarland sieht es anders aus

SPD zieht im „Deutschlandtrend“ mit Union gleich

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SPD-Kandidat Schulz will die Kanzlerin aus dem Amt jagen.

Berlin - Nach dem SPD-Parteitag liegen Sozialdemokraten und Union im "Deutschlandtrend" gleichauf. Im Saarland sind die Konservativen dagegen vorne.

Wie die im ARD-"Morgenmagazin" am Freitag veröffentlichte Umfrage ergab, kommen beide in der Sonntagsfrage auf 32 Prozent der Wählerstimmen. Für die SPD bedeutet dies ein Plus von einem Punkt im Vergleich zur letzten Erhebung vor zwei Wochen. Am Sonntag hatte die SPD auf einem Sonderparteitag Martin Schulz zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Union blieb unverändert.

Die AfD kommt in der Umfrage auf elf Prozent, die Grünen liegen bei acht Prozent und die Linke bei sieben Prozent. Die FDP erreicht sechs Prozent.

Im Direktvergleich zwischen Schulz und Kanzlerin Angela Merkel liegt der SPD-Politiker weiter vorn, verliert aber an Boden. Wenn die Bürger den Bundeskanzler beziehungsweise die Bundeskanzlerin direkt wählen könnten, würden sich 45 Prozent für Schulz und 36 Prozent für Merkel entscheiden. Elf Prozent der Befragten nannten keinen von beiden. Im Vergleich zu Anfang Februar verliert Schulz fünf Prozentpunkte, Merkel gewinnt zwei.

Ergebnisse von früheren Umfragen und Erhebungen anderer Institute finden Sie hier

.

Für den "Deutschlandtrend" befragte Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1023 Menschen. Die Fehlertoleranz - also die mögliche Abweichung nach oben oder unten - liegt zwischen 1,4 Prozentpunkten (bei einem Stimmenanteil von fünf Prozent) und 3,1 Prozentpunkten (bei einem Stimmenanteil von 50 Prozent).

Union im Saarland vor der SPD

Trotz der hohen Zustimmungswerte für den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz liegt die CDU wenige Tage vor der Landtagswahl im Saarland laut ZDF-„Politbarometer“ weiter vor der SPD. Nach den am Donnerstagabend veröffentlichen Umfrageergebnissen käme die CDU auf 37 Prozent (unverändert im Vergleich zur Vorwoche) und die SPD auf 32 Prozent (unverändert). Damit schien außer einer Fortsetzung der Großen Koalition kaum ein anderes Regierungsbündnis Aussichten auf eine sichere Mehrheit zu haben.

Die Linke sehen die Meinungsforscher bei 12,5 Prozent (plus 0,5) und die AfD auf 6 Prozent (minus 1). Die Grünen (4,5 Prozent) und die FDP (4 Prozent) würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und nicht im Landtag vertreten sein. Die anderen Parteien, darunter auch die Piraten, kämen zusammen auf 4 Prozent. Unentschieden seien allerdings noch 36 Prozent der Wahlberechtigten.

Bei den Kandidatinnen für das Amt der Ministerpräsidentin liegt Amtsinhaberin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit 53 Prozent deutlich vor ihrer Herausforderin von der SPD, Anke Rehlinger, mit 34 Prozent.

dpa/afp

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