Stress in der SPD wegen Geheimkandidatin

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Gluecklich nach der gewonnen Wahl: Ringgaus Buergermeister Klaus Fissmann und Tochter Karina.

Quanz souverän - Fissmann überrascht - Koschel-Naahs düpiert Wanfried. Der Tag für die Genossen in Wanfried begann heute so harmonisch. Zum sechst

Quanz souverän - Fissmann überrascht - Koschel-Naahs düpiert

Wanfried. Der Tag für die Genossen in Wanfried begann heute so harmonisch. Zum sechsten Mal trat Lothar Quanz als Landtagskandidat für den

Wahlkreis 9 (Eschwege-Witzenhausen) an, mit dem besten Ergebnis all seiner Kandidaturen wurde er gewählt. Von 74 Delegierten stimmten 73 für Quanz – ein "super Ergebnis", wie der seit 18 Jahren im Landtag vertretene Quanz sagte.

"Wir wollen den Wechsel, Hessen hat eine bessere Regierung verdient", so Quanz. Er wolle kommunalfreundliche Politik in Wiesbaden machen. Die aktuelle Regierung greife immer wieder in die Kassen der Kommunen, damit müsse Schluss sein. Und auch das umstrittene Kinderförderungsgesetz lehne er ab. "In seiner jetzigen Form ist das KiföG so überflüssig wie ein Rauchmelder in der Wohnung von Altkanzler Helmut Schmidt", sagte Quanz, der weiterhin in Wiesbaden als Anwalt der Menschen im Kreis fungieren wolle – das aber ab dem 22. September mit einer SPD geführten Landesregierung.

Reuß und Franz für Fissmann

Ähnlich harmonisch wurde dann von vielen Genossen auch die Wahl der neuen Vorsitzenden der SPD Werra-Meißner erwartet. Margarete Koschel-Naahs, die in ihrer Rede bereits Karina Fissmann als ihre Stellvertreterin vorstellte, sollte Nachfolgerin des freiwillig scheidenden Andreas Nickel werden, der als Bürgermeister von Großalmerode das Amt aus Zeitgründen nicht mehr ausfüllen wollte.

Doch plötzlich kam zur großen Überraschung Nickels und vieler anderer ein weiterer Vorschlag: Karina Fissmann kandidierte. Landrat Stefan Reuß und Landtagsabgeordneter Dieter Franz machten sich für Fissmann stark. Koschel-Naahs nahm das mit versteinerter Miene zur Kenntnis. Nickel nicht, der trat nach Reuß und Franz ans Mikrofon: "Der Vorstand hatte sich einvernehmlich auf Margarete verständigt und auch Karina stimmte zu. Das war Stand bis gestern Abend, heute offensichtlich nicht mehr."

Nicole Demmer (SPD Witzenhausen) zeigte sich gar "erschüttert" von Fissmanns Kehrtwende: "Es gab klare Aussagen für Koschel-Naahs, und Karina wollte Stellvertreterin werden."

Die Wahl wurde dann zu einer klaren Sache für die 26-jährige Fissmann. 82 der 132 Stimmen entfielen auf die Diplom-Verwaltungswirtin, die beim Regierungspräsidium beschäftigt ist.

Feiertag Ersatzbewerber

Zuvor scheiterte Koschel-Naahs bereits bei der Wahl zur Ersatzbewerberin für Lothar Quanz. Das Rennen machte der Eschweger Alexander

Feiertag in einer Stichwahl gegen den Witzenhäuser Hendrik Elkenhans, hauchdünn mit 37:36 Stimmen.

Einen Erfolg gab’s dann doch noch für Koschel-Naahs. Sie wurde wie Feiertag und Hans-Jürgen Gerlach zu stellvertretenden Vorsitzenden der Kreis-SPD gewählt.

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