Von US-Koalition unterstützt

Erbitterte Kämpfe um IS-Hochburg Al-Rakka

Irakische Soldaten der 9. und 16. Kompanie nehmen an einer Operation zu Befreiung des Stadtteils Al-Zinjili im Westteil der Stadt Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat teil. Foto: Andrea DiCenzo
1 von 7
Irakische Soldaten der 9. und 16. Kompanie nehmen an einer Operation zu Befreiung des Stadtteils Al-Zinjili im Westteil der Stadt Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat teil. Foto: Andrea DiCenzo
Flüchtlinge: Seit Beginn der Kämpfe in Mossul im Oktober sind bereits 750 000 Menschen geflohen. Foto: Andrea DiCenzo
2 von 7
Flüchtlinge: Seit Beginn der Kämpfe in Mossul im Oktober sind bereits 750 000 Menschen geflohen. Foto: Andrea DiCenzo
Irakischer Soldaten helfen einer Frau im Rollstuhl, bei der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat während schwerer Kämpfe in Al-Zinjili, Mossul (Irak). Foto: Andrea DiCenzo
3 von 7
Irakischer Soldaten helfen einer Frau im Rollstuhl, bei der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat während schwerer Kämpfe in Al-Zinjili, Mossul (Irak). Foto: Andrea DiCenzo
Zivilisten fliehen vor schweren Kämpfen zwischen der irakischen Armee und der Terrormiliz Islamischer Staat. Foto: Andrea DiCenzo
4 von 7
Zivilisten fliehen vor schweren Kämpfen zwischen der irakischen Armee und der Terrormiliz Islamischer Staat. Foto: Andrea DiCenzo
Ein irakischer Soldat trägt einen Jungen, der bei der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat während der Kämpfe in Al-Zinjili, Mossul verletzt wurde. Foto: Andrea DiCenzo
5 von 7
Ein irakischer Soldat trägt einen Jungen, der bei der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat während der Kämpfe in Al-Zinjili, Mossul verletzt wurde. Foto: Andrea DiCenzo
Zivilisten fliehen aus Mossul. Laut Berichten von Augenzeugen wurde dutzende Zivilisten bei der Flucht aus dem Stadtteil Al-Zinjili von IS-Kämpfern erschossen. Foto: Andrea DiCenzo
6 von 7
Zivilisten fliehen aus Mossul. Laut Berichten von Augenzeugen wurde dutzende Zivilisten bei der Flucht aus dem Stadtteil Al-Zinjili von IS-Kämpfern erschossen. Foto: Andrea DiCenzo
Eine von schweren Kämpfen gezeichnete Straße in Mossul. Neben Rakka in Syrien ist die irakische Metropole die wichtigste verbliebene Stadt in den Händen des IS. Foto: Andrea DiCenzo
7 von 7
Eine von schweren Kämpfen gezeichnete Straße in Mossul. Neben Rakka in Syrien ist die irakische Metropole die wichtigste verbliebene Stadt in den Händen des IS. Foto: Andrea DiCenzo

Mossul ist fast ganz vom Islamischen Staat zurückerobert, nun soll die IS-Hochburg Al-Rakka fallen. Von US-Luftangriffen unterstützte Bodeneinheiten rücken am Boden auf das Gebiet der Dschihadisten vor. Doch die wollen ihre inoffizielle Hauptstadt nicht preisgeben.

Damaskus (dpa) - Kurdische Einheiten und Kämpfer des IS haben sich heftige Kämpfe um die syrische IS-Hochburg Al-Rakka geliefert. Bei den Gefechten in Wohngebieten im Westen und Osten der Stadt meldeten die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) Geländegewinne.

Unter anderem sei eine wichtige Zitadelle im Westen Al-Rakkas eingenommen worden, die wegen ihrer Lage auf einem Hügel strategische Bedeutung hat.

Die von einer US-geführten Militärkoalition unterstützten Kämpfer waren am Dienstagabend, nur wenige Stunden nach dem Beginn des Sturms auf die inoffizielle IS-Hauptstadt, eigenen Angaben zufolge in das östliche Stadtviertel Al-Moscheileb eingedrungen.

Die SDF bestehen neben den führenden kurdischen Volksschutzeinheiten YPG auch aus arabischen Kämpfern. Die US-Regierung hatte vergangenen Monat angekündigt, die YPG mit Handfeuerwaffen, Maschinengewehren und gepanzerten Fahrzeugen auszurüsten. Unterstützt werden die Truppen von Luftangriffen der Anti-IS-Allianz unter Führung der USA.

Seit dem Start der Militäroperation zur Befreiung Al-Rakkas im November sind die SDF-Truppen immer weiter auf die inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgerückt. Nach Süden hin ist Al-Rakka trotz militärischer Erfolge der IS-Gegner noch immer an die IS-Gebiete im Osten Syriens und im Irak angebunden.

Neben dem fast komplett eroberten Mossul im Irak gilt der Ort am Fluss Euphrat als wichtigste Stadt in den Händen des IS. Al-Rakka wird seit 2014 von den Extremisten beherrscht.

Im Süden Syriens griff die US-geführte Militärkoalition erneut regierungsnahe Kräfte aus der Luft an. Mehr als 60 Kämpfer seien am Dienstag mit einem Panzer, Artilleriegeschützen, gepanzerten Fahrzeugen und Flugabwehrwaffen in eine Deeskalationszone nahe At Tanf eingedrungen, teilte das US-Militär mit. Sie hätten eine Gefahr für Koalitionskräfte und Verbündete dargestellt. Nach mehreren Warnungen habe das Bündnis sie daher aus der Luft angegriffen. Zwei Artilleriegeschütze und eine Flugabwehrwaffe seien zerstört und der Panzer beschädigt worden. Es blieb zunächst unklar, ob es Tote gab.

Bereits am 18. Mai hatten die USA regierungsnahe Milizen angegriffen, die sich der Deeskalationszone genähert hatten. Das US-Militär bildet dort eigenen Angaben zufolge Verbündete im Kampf gegen den IS aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf

In wenigen Tagen wird gewählt. Der Bundespräsident verurteilt Übergriffe und Randale rechter Gruppen. Der Zustand der Gesellschaft macht ihm Sorgen. Die AfD erwähnt er …
Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf

Aung San Suu Kyi verurteilt allgemein Gewalt in Myanmar

Aus Furcht vor Gewalt sind schon mehr als 420 000 Muslime aus Myanmar geflohen. Nach wochenlangem Schweigen verspricht Regierungschefin Aung San Suu Kyi nun, sich um …
Aung San Suu Kyi verurteilt allgemein Gewalt in Myanmar

Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich

Donald Trump tritt vor die Vereinten Nationen: Das allein hat Sprengkraft. Seine Rede fällt für Trump-Verhältnisse sachlich aus, auch wenn es ihr nicht an Härte mangelt.
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich

Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig

Die Mietpreisbremse soll, was der Name sagt: den Anstieg von Mieten begrenzen. Das Berliner Landgericht hält das Instrument für verfassungswidrig. Ändern wird sich aber …
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.