Wettrüsten in Fernost

Südkorea will Raketen-Abschreckung gegen Nordkorea stärken

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Der Konflikt mit Nordkorea heizt sich seit Monaten auf. 

Angesichts des verschärften Konflikts um das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas will Südkorea mit der Zustimmung des Verbündeten USA seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen.

Südkoreas Präsident Moon Jae In und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei einem Telefongespräch am Freitag unter anderem prinzipiell darauf geeinigt, die Beschränkungen südkoreanischer Raketenkapazitäten zu lockern, teilte das Präsidialamt in Seoul mit.

Die Reichweite südkoreanischer Raketen ist einer beiderseitigen Vereinbarung zufolge auf maximal 800 Kilometer und das Gewicht der Sprengköpfe auf maximal 500 Kilogramm beschränkt. Südkorea will seine Raketen mit Gefechtsköpfen von bis zu einer Tonne ausrüsten.

Moon und Trump teilten die Ansicht, dass es nötig sei, die Verteidigungsfähigkeit Südkoreas auszubauen, um den "Provokationen und Drohungen" Nordkoreas besser entgegenzuwirken, hieß es. Die USA haben derzeit in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung stationiert und den Verbündeten unter ihren "atomaren Schutzschild" gesetzt.

Der Konflikt mit Nordkorea heizt sich seit Monaten auf. Am Dienstag hatte Nordkorea, das den USA eine feindselige Politik unterstellt, erneut eine Mittelstreckenrakete getestet. Die Rakete flog dabei über den Norden Japans. Seoul und Tokio vereinbarten daraufhin, in Zusammenarbeit mit Washington auf neue Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen die diplomatisch isolierte Führung in Pjöngjang hinzuwirken.

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