Gefechte zwischen Israel und Iran

Syrien: Assad spricht von „Weltkrieg“ - Russland findet Lage „sehr beunruhigend“

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Der russische Präsident Wladimir Putin (l) und Syriens Präsident Baschar al-Assad umarmen sich am 20.11.2017 in Sotschi

Nach den Gefechten zwischen Israel und Iran über die syrische Grenze hinweg ist die Sorge groß. Russland warnte eindringlich - Syriens Machthaber Assad wählte drastische Worte.

Athen/Kasan - Russland hat

Israel und den Iran nach neuerlichem Raketenbeschuss

zur Zurückhaltung und Deeskalation aufgerufen. „Das ist alles sehr beunruhigend“, sagte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow am Donnerstag in Kasan der Agentur Tass zufolge. „Wir haben Kontakt mit beiden Seiten.“ Russland bemühe sich seit langem um eine Entspannung der Lage, sagte er.

Israel hatte dem Iran vorgeworfen, in der Nacht von Syrien aus Militärposten auf den Golanhöhen mit Raketen angegriffen zu haben. Israels Luftwaffe attackierte daraufhin iranische Ziele in Syrien.

Russland pflegt enge Kontakte zu beiden Seiten. Am Mittwoch hatte Präsident Wladimir Putin den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu Gesprächen in Moskau empfangen. Moskau und Teheran sind ihrerseits Schutzmächte des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

Assad: „Es ist bereits ein Weltkrieg“

Der syrische Staatschef Baschar al-Assad ist der Ansicht, dass in seinem Land ein Weltkrieg stattfindet, der aber andere Merkmale als die beiden früheren habe. „Er ist vielleicht kein voller Dritter Weltkrieg. Dennoch ist es bereits ein Weltkrieg, (der auf einer) anderen Art als der Erste und der Zweite (Weltkrieg) stattfindet“, sagte Assad in einem Interview der konservativen Athener Zeitung Kathimerini am Donnerstag. Er äußerte die Hoffnung, dass es in seinem Land zu keiner direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA komme. Dann würde nach Assads Ansicht die Situation „auf der ganzen Welt außer Kontrolle geraten“.

Der syrische Machthaber dementierte erneut, dass seine Streitkräfte chemische Waffen gegen Oppositionelle eingesetzt haben. Ein Treffen mit dem Präsidenten der USA nach dem Muster des geplanten Treffens von Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un lehnte Assad ab. „Ich glaube nicht, dass wir in dieser Zeit etwas mit dieser Regierung (Trump) erzielen können“, sagte Assad.

Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan warf Assad vor, mit islamischen Extremisten zu sympathisieren. „Erdogan unterstützt die Terroristen. Er schlägt sich an die Seite der Muslimbrüder“, sagte Assad. Auf die Frage ob er zurückzutreten bereit wäre, um sein Land zu befrieden, meinte Assad, er würde dies nur dann tun, wenn er „das Gefühl“ bekommen sollte, dass das syrische Volk gegen ihn sei.

Lesen Sie auch: Bundestags-Gutachten - Militärschlag gegen Syrien völkerrechtswidrig

dpa/fn

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