Schock für Mitarbeiter

Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen

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Zentrale von T-Systems in Frankfurt am Main.

Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.

München - Das teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mit und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts". Weltweit sollen laut Sprecher 10.000 Stellen wegfallen. Das Unternehmen hat knapp 38.000 Mitarbeiter weltweit, laut "Handelsblatt" 18.000 davon in Deutschland.

"Das Abbauprogramm wird teuer, auch weil wir es so sozialverträglich wie möglich gestalten wollen", sagte T-Systems-Chef Adel Al-Saleh dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). T-Systems will dem Sprecher zufolge bis 2021 rund 600 Millionen Euro Kosten einsparen.

"Die freiwerdenden Mittel sollen nicht nur eingesetzt werden, um T-Systems wieder profitabel zu machen", sagte Al-Saleh dem "Handelsblatt". "Es sollen auch die Investitionen in Wachstumsbereiche wie das Internet der Dinge deutlich aufgestockt werden." Dabei würden auch neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Gewerkschaft Verdi kündigte Widerstand an: "Statt eine zukunftsfeste Neuausrichtung in Angriff zu nehmen, soll es ein einfallsloses Sparprogramm, einen Standortkahlschlag und eine massive Arbeitsplatzvernichtung geben", erklärte der IT-Bundesfachgruppenleiter Michael Jäkel. Dafür reiche Verdi nicht die Hand. Die geplanten Maßnahmen seien "unverantwortlich und gefährden das gesamte Geschäft der T-Systems".

Das Unternehmen hat auch einen Standort in München.

afp

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