22 Menschen starben nach Konzert

Bomben-Anschlag in Manchester: Neue Spur führt nach Ostdeutschland

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Bei dem Anschlag starben in Manchester im Mai 22 Besucher eines Konzerts.

Nach dem tödlichen Anschlag auf ein Konzert in Manchester verfolgen die Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge auch eine Spur nach Ostdeutschland.

Manchester/Leipzig - . Der Bruder und mutmaßliche Komplize des Manchester-Attentäters Salman Abedi sei zwei Mal nach Leipzig und Weißenfels gereist, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise. 

So habe die Bundespolizei Hashem Abedi am 17. Dezember 2016 ohne Fahrkarte im Zug von Weißenfels nach Leipzig kontrolliert. Dabei habe sich der Engländer mit libyschen Wurzeln gegenüber den Beamten mit seinem britischen Führerschein ausgewiesen. Abedi, der seinem älteren Bruder Salman den Sprengstoff beschafft und ihn logistisch unterstützt haben soll, soll dem Bericht zufolge drei libysche Geschäftsleute in Sachsen-Anhalt und Leipzig kontaktiert haben, die unter anderem in Weißenfels dutzende Wohnungen angekauft hätten. Alle drei Investoren seien als Geldwäscher eingestuft, hätten britische Geheimdienstbehörden kurz nach dem Anschlag vom Mai ihre deutschen Kollegen informiert. 

Bei dem Anschlag nach einem Ariana Grande-Konzert in Manchester am 22.Mai 2017 starben 22 Menschen und der Attentäter Salman Abedi.

Nach britischen Hinweisen würden die deutschen Behörden dem Verdacht nachgehen, die Reisetätigkeiten Abedis könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten. Die Staatsanwaltschaft Halle durchsuchte nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" vergangenen Juli die Geschäftsräume eines der drei Unternehmer in Weißenfels und Leipzig. Es gehe um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung von Arbeitskräften. Hashem Abedi wurde nach dem Manchester-Attentat in seiner libyschen Heimat festgenommen. Er räumte laut libyscher Polizei ein, von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst zu haben. Er soll wie Salman Abedi Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein. Bei dem Anschlag im Mai starben 22 Besucher eines Pop-Konzerts sowie der Attentäter.

afp

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