9/11: So hat der Terror die Welt verändert

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Die Anschläge vom 11. September 2001 haben die ganze Welt verändert. Auch zehn Jahre danach sind die Folgen immer noch zu spüren.

New York - 11. September 2001 - das Datum markiert ein neues Kapitel der Weltpolitik. Der Terror islamistischer Gotteskrieger wurde zur globalen Bedrohung. Zehn Jahre danach ist Al Kaida geschwächt, Osama bin Laden getötet. Aber die Frage bleibt: Hat der Westen gesiegt?

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Das Grauen konnten Millionen Menschen rund um den Globus live miterleben. Doch das, was sich vor ihren Augen abspielte, war derart unfassbar und monströs, dass es die meisten Fernsehzuschauer anfangs nicht verstanden. Selbst die engsten Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten brauchten eine Weile, um zu begreifen, was geschah. Dann flüsterten sie George W. Bush die Worte ins Ohr, die nur Minuten später ebenfalls um die Welt gingen. “America is under attack!“ Amerika wird angegriffen! Es war der 11. September 2001 - politisch gesehen begann das 21. Jahrhundert mit diesem Tag.

Chronologie des 11. September: Was an dem Tag geschah

08.46 Uhr: Ein Flugzeug rast in den nördlichen der beiden Türme des World Trade Centers in New York. Augenzeugen glauben zunächst an ein Unglück. © dpa
09.03 Uhr: Ein zweiter Jet fliegt in den Südturm. © dpa
09.05 Uhr: US-Präsident George W. Bush wird beim Besuch einer Grundschule in Sarasota (Florida) informiert. Stabschef Andrew Card flüstert ihm zu: “Amerika wird angegriffen.“ © dpa
09.30 Uhr: Bush spricht vor Kameras von einer “nationalen Tragödie“. Es handele sich “offensichtlich“ um eine Terrorattacke © dpa
09.37 Uhr: Ein drittes Flugzeug rast in das Pentagon. Ein Teil des US-Verteidigungsministeriums wird dabei verwüstet. Das riesige Gebäude, das Weiße Haus, weitere Ministerien und das Kapitol werden evakuiert. © dpa
09.55 Uhr: Bush fliegt von Florida mit Ziel Washington ab, ändert aber den Kurs und landet auf der Air-Force-Basis Barksdale im Bundesstaat Louisiana. Von dort reist er nach Nebraska, später nach Washington. © dpa
09.59 Uhr: Der Südturm des World Trade Centers stürzt ein. Wenige Minuten später stürzt ein viertes Flugzeug südlich von Pittsburgh nach einem Kampf im Cockpit auf freiem Feld ab. Die Passagiere haben die Entführer überwältigt. © dpa
10.28 Uhr: Der zweite, nördliche Zwillingsturm stürzt ein. © dpa
12.16 Uhr: Die Bundesflugbehörde meldet, dass der Luftraum der USA gesperrt ist. Nur Militär- und Rettungsmaschinen fliegen noch. © dpa
13.04 Uhr: Bush versichert in einer kurz zuvor aufgezeichneten Fernsehansprache, dass alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen seien © dpa
13.27 Uhr: In Washington wird der Notstand ausgerufen. © dpa
20.30 Uhr: Der US-Präsident kündigt in einer Fernsehansprache an, die Täter gnadenlos zu verfolgen: “Wir werden keinen Unterschied machen zwischen denen, die diese Attacken ausgeführt haben, und denen, die ihnen Schutz bieten.“ © dpa

Der Tag, an dem islamistische Gotteskrieger mit entführten Flugzeugen die Zwillingstürme in New York zum Einsturz brachten, markiert eine politische Zeitenwende. Erstmals in ihrer Geschichte wurden die USA von einem Feind tief im eigenen Land getroffen. Islamistischer Extremismus versetzte die Welt in Angst. Die gesamte westliche Staatengemeinschaft fühlte sich angegriffen.

“Kein anderes Ereignis seit Beginn des Kalten Krieges hatte eine derart verändernde Wirkung auf die amerikanische Politik wie der 11. September“, urteilt zehn Jahre danach der unabhängige US-Experte Jacob Heilbrunn. Ob für Bush oder seinen Nachfolger Barack Obama - der Kampf gegen den Terror wurde zur bestimmenden Richtschnur der US-Politik, dem sich alles andere unterordnen musste. Bis heute.

Die Antwort auf das Grauen kam prompt: Aus den Trümmern des World Trade Center stieg noch der Rauch auf, als Bush den Terroristen den Krieg erklärte. “Wir werden die Welt zum Sieg führen“, sagte er. Von Anfang an machte Bush klar, dass es für ihn nicht nur um eine militärische Herausforderung ging. Die Extremisten “hassen unsere Freiheiten, unsere Religionsfreiheit, unsere Meinungsfreiheit“ - Bush verstand die Attacken von New York und Washington letztlich als Schlag gegen den “american way of live“. Kaum einen Monat später griffen US-Truppen Afghanistan an, im Frühjahr 2003 den Irak.

Afghanistan: Für die Deutschen der erste echte Kriegseinsatz

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Global und prompt waren die weltweiten Reaktionen: Erstmals in ihrer Geschichte löste die Nato den “Bündnisfall“ aus. Die Anschläge der Terroristen seien ein Kriegsakt - alle Nato-Mitglieder müssten Beistand leisten. Eine Welle des Verständnisses für die USA ging um die Welt. Nachdem im Oktober die Angriffe auf Al- Kaida-Stellungen und das Taliban-Regime in Afghanistan begannen, reihten sich zahlreiche Staaten hinter den US-Truppen ein. Für die Deutschen war es der erste echte Kriegseinsatz - bislang starben über 50 deutsche Soldaten.

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

Die Diskussion um den verheerenden Luftangriff im afghanischen Kundus entzündet sich vor allem an der Frage: Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan? © dpa
Dazu die wichtigsten Fragen und Antworten. © dpa
Herrscht in Afghanistan Krieg? © dpa
Die große Mehrheit der Experten spricht von einem “nichtinternationalen bewaffneten Konflikt“; landläufig nennt man das Bürgerkrieg. © dpa
Sollte die Bundesanwaltschaft das ebenso sehen, sind Handlungen deutscher Soldaten nach dem Völkerstrafgesetzbuch zu beurteilen - was ihnen einen deutlich größeren Spielraum gibt als das normale Strafrecht. © dpa
Dürfen deutsche Soldaten gezielt Taliban-Kämpfer töten, auch wenn sie nicht aktuell angegriffen werden? © dpa
Nach dem Völkerrecht grundsätzlich ja. © dpa
Die Taliban sind zwar keine “Kombattanten“ wie in einem Krieg zwischen Staaten. Nach Angaben des Völkerrechtlers Michael Bothe werden jedoch Personen “mit ständigem Kampfauftrag“ in dieser Hinsicht genau so behandelt. © dpa
Damit sind sie - im Prinzip - ein zulässiges Ziel militärischer Gewalt, auch außerhalb einer akuten Notwehr- oder Nothilfesituation. © dpa
Laut NATO-Untersuchungsbericht sind infolge des von Kommandeur Georg Klein angeforderten Angriffs bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter 30 bis 40 Zivilisten. © dpa
Hat sich der Oberst strafbar gemacht? © dpa
Das hängt davon ab, ob die Schäden in der Zivilbevölkerung noch im Verhältnis zum “unmittelbaren und konkreten militärischen Vorteil“ stehen. © dpa
Dafür spielen neben dem Zahlenverhältnis zwischen getöteten Kämpfern und Zivilisten weitere Faktoren eine Rolle, etwa, ob eine akute Gefahrenquelle ausgeschaltet und ob die Zivilbevölkerung zuvor gewarnt wurde. © dpa
Maßgeblich ist zudem die Sachlage vor dem Angriff, nicht deren nachträgliche Beurteilung. Gerichtlich ist die Verhältnismäßigkeit bisher kaum definiert. © dpa
Könnte Klein (Foto: rechts) das ISAF-Mandat überschritten und sich deshalb strafbar gemacht haben? © dpa
Das ISAF-Mandat spielt für die Strafbarkeit nach dem Völkerstrafgesetzbuch keine Rolle. © dpa
Außerdem muss das anfangs auf eher unterstützende Sicherheitsaufgaben gerichtete Mandat nach Auffassung der Völkerrechtlerin Heike Krieger “dynamisch interpretiert werden“ - womit sich auch die Befugnisse der Soldaten zum Einsatz militärischer Gewalt erweiterten. © dpa

Während der Afghanistan-Einsatz auf Verständnis stieß, löste die US-Invasion im Irak vor allem in Westeuropa Ablehnung und Proteste aus. Dass die Deutschen sich dem Waffengang entzogen, führte zu einem der schwersten Konflikte zwischen Washington und Berlin. Bush duldete keine Abweichler: “Jede Nation muss sich entscheiden: Entweder seid ihr auf unserer Seite oder auf der Seite der Terroristen.“ Auch das war ein neuer Tonfall unter Verbündeten.

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Spürbar bis heute sind die “Kollateralschäden“: Folter, Entführungen, Geheimgefängnisse - die Bush-Regierung scheute im “Krieg gegen den Terror“ vor nichts zurück. Mutmaßliche Terroristen wurden auf offener Straße in Mailand von CIA-Agenten gekidnappt, in geheime Haftanstalten in verschiedenen Teilen der Welt gebracht - und dort “harschen Verhörmethoden“ unterworfen, wie das die Regierung Bush verniedlichend nannte. Sinnbild des politischen Sittenverfalls ist das Gefangenlager Guantánamo auf Kuba, das Obama eigentlich schließen wollte. Einen “permanenten Ausnahmezustand“ nennt das der US-Bürgerrechtler Ben Wizner.

Bilder vom 11. September 2001

Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap
Neue Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001. Erst jetzt veröffentlicht die Polizei ihre Bilder aus dem Hubschrauber. © ap

Die Bilder vom 11. September 2001 wirken noch heute gespenstig irreal: Als das erste Flugzeug hoch über den Köpfen der New Yorker einschlug, rannten die Menschen in den Zwillingstürmen um ihr Leben. Der Einsatz der Feuerwehr wurde zum Himmelfahrtskommando. Kaum eine Stunde später raste ein weiteres entführtes Passagierflugzeug ins Pentagon, dem US-Verteidigungsministerium vor den Toren Washingtons. Eine vierte entführte Maschine stürzte in der Nähe von Pittsburgh in ein Feld. Die Passagiere hatten via Handyerfahren, dass “Amerika angegriffen wird“ - und entschlossen sich zum Widerstand.

Bilder vom Bau der Gedenkstätte am Ground Zero

Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa
Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 soll die Gedenkstätte am Ground Zero fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten laufen deshalb auf Hochtouren. © dpa

Ground Zero, der Platz an dem die Zwillingstürme des World Trade Center standen, ist eine Großbaustelle. Dort entsteht das höchste Gebäude der USA, ein Museum und eine Gedenkstätte. Rund 2.800 Menschen starben in New York, 184 bei der Pentagon-Attacke und 40 Passagiere sowie Besatzungsmitglieder beim Absturz nahe Pittsburgh. Seit dem Bürgerkrieg waren nicht mehr so viele Amerikaner an einem Tag im eigenen Land gewaltsam ums Leben gekommen. Auch die 19 Attentäter starben - später sollte sich herausstellen, dass einige in den USA eigens Flugunterricht genommen hatten, um die Flugzeuge in die Türme zu steuern. Gleich mehrere hatten zuvor als Studenten in Hamburg gelebt.

Die Jagd auf die Hintermänner

Für Al-Kaida-Chef Osama bin Laden und weitere endete die Jagd mit dem Tod. Viele wurden festgenommen. Wieder andere sind nach wie vor auf der Flucht. © dpa
Ganz oben auf der Fahrungsliste steht der ägyptische Arzt Aiman Al-Sawahiri. Der Nachfolger und langjährige Vize Bin Ladens soll bereits 1998 eine Rolle bei den Bombenschlägen auf die US-Botschaften in Tansania und Kenia gespielt haben. © dpa
Ein jemenitischer Hassprediger mit US-Pass, Anwar Al-Awlaki, entging kürzlich einem Raketenangriff. © dpa
 Auch Jaber Elbaneh, der Al-Kaida mit Material versorgt haben soll, ist auf der Flucht. © dpa
 Dem Kuwaiter Chalid Scheich Mohammed (links) wurde 2003 die Ortung seines Handys zum Verhängnis. Der mutmaßliche “Hauptarchitekt“ der Anschläge von 2001 und vier weitere Top-Terroristen warten in den USA auf ihren Prozess. Zu ihnen gehört auch Ramzi Binalshibh (rechts), ein Mitglied der “Hamburger Zelle“ um den Todespiloten Mohammed Atta. © dpa
 Wie Bin Laden haben viele ihren “Heiligen Krieg“ mit dem Tod bezahlt. Als einer der ersten starb der Al-Kaida-Militärchef Mohammed Atef 2001 bei einem Raketenangriff nahe Kabul. © dpa
 2009 traf eine Rakete Fahid Mohammed Ally Msalam in Pakistan. © dpa
 Der “Al-Kaida-Chef Ostafrikas“ genannte Fazul Abdullah Mohammed endete kürzlich in einem Kugelhagel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Beide hatten angeblich mit den Botschaftsanschlägen von 1998 zu tun. © dpa

Zehn Jahre nach 9/11: Osama bin Laden, die Leitfigur terroristischer Islamisten, starb unlängst in den Gewehrsalven von US-Soldaten. Sein Terrornetzwerk Al Kaida gilt als geschwächt - seit Jahren konnte es keinen wirklich großen Coup landen. Und in Nordafrika und Nahost blüht seit Monaten der “arabische Frühling“ - eine Volksbewegung, die für Demokratie und Freiheit kämpft. Von Forderungen nach Gottesstaat und Scharia-Recht dagegen keine Spur.

Haben die USA damit die Konfrontation mit dem islamistischen Terrorismus gewonnen? Tatsächlich hatten sich nach dem 11. September die Attentate zunächst gehäuft - es traf Bali, Istanbul, Madrid, London. Längst ist es nicht mehr das Netzwerk Al Kaida, das zuschlägt, sondern es sind kleine isolierte Gruppen, die bestenfalls lose Verbindungen zu Al Kaida haben.

“Doch wir packen es ganz offenbar richtig an“, urteilt John Pike, Sicherheitsexperte in Washington. “Wir haben Bin Laden geschafft, in den USA gab es seit dem 11. September 2001 keinen größeren Anschlag.“ Auch weltweit gebe seit Jahren deutlich weniger Anschläge.

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Viele Sicherheitsmaßnahmen als Folge des 11. Septembers

In Deutschland sind nach den Anschlägen vor allem viele Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden. Biometrische Pässe, neue Befugnisse für Ermittler und Körperscanner im Testlauf. An die neuen Regeln auf den Flughäfen haben sich offenbar viele Fluggäste gewöhnt. Diskutiert wird dagegen in der Politik, ob die Anti-Terror-Gesetze noch Bestand haben. Diese wieder zurückzuschrauben, ist schwierig.

dpa

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