Er rief „Allahu akbar“

Terrorakt in Brüssel: Mann greift Soldaten an - IS reklamiert die Tat für sich

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Polizisten sichern am Abend des 25.08.2017 den Tatort in der Innenstadt von Brüssel.

Nach einem Messerangriff auf Soldaten im Zentrum von Brüssel ist am Freitagabend ein Mann (30) niedergeschossen worden. Der IS hat die Tat für sich reklamiert.

Brüssel - Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat das Messerattentat vom Freitag in Brüssel für sich reklamiert. Der Angriff auf die belgischen Soldaten sei von einem "Soldaten" des IS ausgeführt worden, schrieb das IS-Propaganda-Organ Amaq am Samstagabend. Der gebürtige Somalier war am Freitagabend in Brüssel mit einem Messer auf Soldaten losgegangen, er wurde dabei erschossen.

Der IS stellte in der Erklärung einen Zusammenhang zwischen der Attacke und Belgiens Beteiligung an der internationalen Militärallianz zur Bekämpfung des IS in Syrien her. Der Täter sei "einem Aufruf zum Angriff auf die Koalitionsstaaten" gefolgt, hieß es darin.

Die Ermittler identifizierten den Täter inzwischen als gebürtigen Somalier, der seit 2015 die belgische Staatsbürgerschaft hatte. Der 1987 geborene Mann war 2004 nach Belgien eingewandert. Er wurde im Februar erstmals wegen Körperverletzung aktenkundig. Über eine mögliche Verbindung zu Terrorgruppen ist der Polizei bisher nichts bekannt.

„Der Mann wurde schnell neutralisiert“

Der Angreifer ging nach offiziellen Angaben gegen 20.15 Uhr am Boulevard Emile Jacqmain in der Innenstadt auf die Soldaten los. Diese waren zu dritt unterwegs, wie der örtliche Bürgermeister Philippe Close der Nachrichtenagentur Belga sagte. „Der Mann wurde schnell neutralisiert.“ Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt.

Ministerpräsident Charles Michel meldete sich ebenfalls über Twitter zu Wort und bekundete seine Unterstützung für das belgische Militär. Die Sicherheitskräfte blieben wachsam, schrieb er.

dpa

Bilder: Soldaten in Brüssel erschießen Mann nach Messerangriff

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