Terrorist war schon in Gewahrsam

IS-Mitglied ersticht Polizisten in Istanbul

Ein mutmaßlicher Aktivist der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach seiner Festnahme in Istanbul einen Polizisten angegriffen und getötet.

Istanbul - Der Festgenommene habe ein Messer gezogen und zugestochen, als er vor einer Polizeiwache aus einem Einsatzwagen geführt wurde, berichtete die private Nachrichtenagentur Dogan am Sonntagabend. Der Mann sei dann umgehend von anderen Polizisten erschossen worden. Der Täter sei festgenommen worden, weil er ein Selbstmordattentat für den IS geplant haben soll, berichtete die staatliche Agentur Anadolu. 

Unklar war zunächst, wie der Mann in Polizeigewahrsam Zugriff auf ein Messer haben konnte. Die Türkei war in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz schwerer Terroranschläge - für manche wird der IS verantwortlich gemacht, für andere die verbotene Kurdenpartei PKK. Erst im vergangenen Monat hatte die Istanbuler Polizei die Festnahme dutzender mutmaßlicher IS-Mitglieder bekannt gegeben. Sie sollen einen "Aufsehen erregenden Anschlag" in der Türkei vorbereitet haben, hieß es damals.

Lesen Sie auch: Mindestens 17 Menschen sterben bei IS-Terrorangriff

AFP

Rubriklistenbild: © Symboldbild: dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Trump verspottet Khashoggi-Mörder - Offenbar Leichenteile im Garten gefunden

Der Journalist Jamal Khashoggi wurde in der saudischen Botschaft in Istanbul getötet. Trump spricht von einer „der schlechtesten Vertuschungsaktionen in der Geschichte." …
Trump verspottet Khashoggi-Mörder - Offenbar Leichenteile im Garten gefunden

Erdogan nennt Khashoggis Tötung "barbarischen Mord"

Jamal Khashoggi sei einem Mordkomplott zum Opfer gefallen, sagt Erdogan - und widerspricht damit der Version der saudischen Führung. Die versucht, ihr angekratztes Image …
Erdogan nennt Khashoggis Tötung "barbarischen Mord"

Fall Khashoggi: Merkel-Sprecher Seibert gerät bei kritischer Frage in Erklärungsnot

In der Bundespressekonferenz zum Geständnis über den Mord am saudischen Journalisten Khashoggi gerät Regierungssprecher Seibert nach einer Frage in Erklärungsnot.
Fall Khashoggi: Merkel-Sprecher Seibert gerät bei kritischer Frage in Erklärungsnot

Putin will direkt mit Trump über Atomwaffenvertrag reden

Russland will die USA zum Festhalten an einem wichtigen Abrüstungsabkommen bewegen. Washington bleibt stur. Nun richten sich alle Augen auf ein Treffen der beiden …
Putin will direkt mit Trump über Atomwaffenvertrag reden

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.