Es drohen bis zu 15 Jahre Haft

Thailand: Verhaftungen wegen Majestätsbeleidigung

+
Kritik an König Maha Vajiralongkorn kann mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden. Foto: EPA/dpa

Seit dem Militärputsch in Thailand im Jahr 2014 wurden schon mehr als 100 Menschen wegen Majestätsbeleidigung verhaftet. Kritiker werfen der herrschenden Militärregierung vor, das Gesetz zu nutzen, um Oppositionelle ins Gefängnis zu bringen.

Bangkok (dpa) - In Thailand sind nach Angaben von Menschenrechtlern seit dem Militärputsch von 2014 mehr als einhundert Menschen wegen Majestätsbeleidigung verhaftet worden.

Dies geht aus einer Aufstellung der Internationalen Föderation für Menschenrechte (FIDH) und zweier anderer Nichtregierungsorganisationen hervor, die heute veröffentlicht wurde. Von insgesamt 105 Verhafteten seien 49 zu Haftstrafen verurteilt worden.

FIDH-Präsident Dimitris Christopoulos warf der herrschenden Militärregierung vor, das strenge thailändische Gesetz gegen Beleidigung des Königs verstärkt zu nutzen, um Oppositionelle ins Gefängnis zu bringen. Das Gesetz verbietet Kritik an König Maha Vajiralongkorn und anderen Mitgliedern der königlichen Familie. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Merkel: Deutschland geht es nur gut, wenn es Europa gut geht

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bedeutung Europas für eine mögliche schwarz-rote Bundesregierung betont.
Merkel: Deutschland geht es nur gut, wenn es Europa gut geht

Kein schärferes Waffenrecht: So will Trump stattdessen Schüsse an Schulen verhindern

Kritik und Kopfschütteln löst ein Vorschlag von US-Präsident Trump als Reaktion auf das Schulmasssaker in Florida aus. Er will Waffen mit Waffen begegnen. 
Kein schärferes Waffenrecht: So will Trump stattdessen Schüsse an Schulen verhindern

Twitter sperrt tausende verdächtige Accounts - Trump-Anhänger empört

Twitter hat tausende Accounts gesperrt, um zu prüfen ob diese nicht von Menschen, sondern von Social Bots gesteuert sein könnten. Damit haben vor allem …
Twitter sperrt tausende verdächtige Accounts - Trump-Anhänger empört

„Schmutz-Kampagne“: Bild fällt wohl auf Fake-Mails von Titanic-Magazin rein

Die „Bild“-Zeitung ist offenbar einem Fake der Titanic aufgesessen. Das Netz jedenfalls reagiert mit Spott, das Springer-Blatt antwortet mit einer Rechtfertigung. 
„Schmutz-Kampagne“: Bild fällt wohl auf Fake-Mails von Titanic-Magazin rein

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.