Erster Staatsbesuch nach US-Wahl

Theresa May trifft Trump: Was viele jetzt von ihr erwarten 

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Theresa May

London - Die britische Premierministerin May wird am Freitag als erste ausländische Regierungschefin Donald Trump besuchen. Die Erwartungen, dass sie ihn auf ein brisantes Thema anspricht, steigen.

Die britische Premierministerin Theresa May steht zunehmend unter Druck, den neuen US-Präsidenten Donald Trump zur Einhaltung der Menschenrechte und zum Klimaschutz aufzufordern. Vor allem die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten zu Folter, sorgten in Großbritannien für Empörung.

Der britische Oppositionschef Jeremy Corbyn forderte May auf, für „die Werte unseres Landes“ einzustehen, wenn sie Donald Trump begegne und seine Befürwortung von Folter zu kritisieren.

„May sollte nicht davor zurückschrecken, die Menschenrechtsfragen anzusprechen, die bereits in der ersten Woche der Trump-Präsidentschaft sichtbar werden“, sagte die britische Direktorin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Trump hatte in einem Fernsehinterview den Einsatz von Folter als Verhörmethode für Terroristen propagiert. Er wiederholte damit seine Forderungen aus dem Wahlkampf, von denen er zwischenzeitlich wieder abgekommen war. Folter als Verhörmethode ist in den USA derzeit gesetzlich verboten.

Ob May das Thema Folter bei ihrem Besuch in Washington ansprechen wird, ist unklar. Ein Regierungssprecher in London sagte am Donnerstag, die Premierministerin habe sich bereits „eindeutig“ gegen Folter positioniert. „Das Wesen der Beziehung zwischen Großbritannien und den USA ist derart, dass wir in Bereichen, wo es Meinungsverschiedenheiten gibt, einen Dialog und Diskussionen haben werden.“

Bilder der Anti-Trump-Demos: Proteste von Millionen und zahlreichen Promis

Proteste gegen Trump - Los Angeles
Hier sehen Sie Bilder der Anti-Trump-Demonstrationen von Freitag und Samstag. © dpa
Women&#39s March On Washington
Scarlett Johansson. © AFP
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Emma Watson. © dpa
Women&#39s March On Washington
Emma Watson. © AFP
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Madonna. © dpa
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Madonna. © dpa
Proteste gegen Trump - Los Angeles
US-Schauspielerin Jane Fonda und ihr Sohn Troy Garity. © dpa
Proteste gegen Trump - - Washington
Schauspielerin Ashley Judd. © dpa
Proteste gegen Trump -
US-Schauspielerin Marcia Gay Harden (l-r), Sängerin Miley Cyrus und Aktivistin Jane Fonda. © dpa
Proteste gegen Trump in New York
Schauspielerin Cynthia Nixon und Helen Mirren. © dpa
Proteste gegen Trump in New York
Schauspielerin Whoopie Goldberg. © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Schauspielerin Julianne Moore. © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Sängerin Cher. © dpa
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Michael Moore. © dpa
Proteste gegen Trump - Boston
Proteste gegen Trump - Boston © dpa
Proteste gegen Trump - Vancouver
Proteste gegen Trump - Vancouver © dpa
Proteste gegen Trump - Chicago
Proteste gegen Trump - Chicago © dpa
Proteste gegen Trump - Washington
Proteste gegen Trump - Washington © dpa
Proteste gegen Trump - Los Angeles
Proteste gegen Trump - Los Angeles © dpa
Proteste gegen Trump - Washington
Proteste gegen Trump - Washington © dpa
Proteste gegen Trump - New Orleans
Proteste gegen Trump - New Orleans © dpa
Proteste gegen Trump - Washington
Proteste gegen Trump - Washington © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Proteste gegen Trump - New York © dpa
Proteste gegen Trump - Denver
Proteste gegen Trump - Denver © dpa
Proteste gegen Trump - San Francisco
Proteste gegen Trump - San Francisco © dpa
Proteste gegen Trump - San Francisco
Proteste gegen Trump - San Francisco © dpa
Proteste gegen Trump - Los Angeles
Proteste gegen Trump - Los Angeles © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Proteste gegen Trump - New York © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Proteste gegen Trump - New York © dpa
Proteste gegen Trump - San Francisco
Proteste gegen Trump - San Francisco © dpa

Wo sich Donald Trump und Theresa May einig sind - und wo nicht

Die britische Premierministerin Theresa May ist am Freitag zu Besuch beim neuen US-Präsidenten Donald Trump. Beide Seiten betonen die „besondere Beziehung“ zwischen ihren Ländern. Doch es gibt viele Themen, bei denen sich May und Trump alles andere als grün sind.

NATO: Die USA und Großbritannien gehören zu den wenigen Nato-Mitgliedern, die ihr Soll an Militärausgaben erfüllen. Sie haben beide ein Interesse daran, dass Deutschland und andere Länder mehr in ihre Verteidigung investieren. Doch während Trump die Nato als „obsolet“ bezeichnet, sind die Briten glühende Verfechter der Militärallianz.

HANDEL: May braucht dringend die Aussicht auf ein Freihandelsabkommen mit den USA. Großbritannien soll nach dem Brexit weltweit Vorreiter für den freien Verkehr von Waren und Dienstleistungen werden. Davon hält Donald Trump allerdings nichts. Er will sein Land getreu dem Motto „Amerika zuerst“ von ausländischer Konkurrenz abschotten. Trotzdem macht er den Briten Hoffnungen.

TERRORISMUS: Den islamistischen Terrorismus wollen beide bekämpfen. Uneinig sind sie sich, welche Rolle Russland dabei spielen soll. Während sich die Briten in den vergangenen Monaten als schärfste Kritiker der russischen Intervention in Syrien profiliert haben, will Trump mit Putin zusammenarbeiten.

EUROPÄISCHE UNION: Trump gibt nicht viel auf die EU. Von ihm aus, kann sie weiter zerfallen. Großbritannien hat dagegen ein Interesse an Stabilität vor seiner Haustüre. Sollte May tatsächlich von Trump als Partnerin ernst genommen werden, könnte sie sich als Vermittlerin zwischen Europa und dem neuen US-Präsidenten inszenieren.

KLIMAWANDEL: May steht zum Pariser Klimaschutzabkommen. Der US-Präsident dagegen nannte die Klimaerwärmung schon einmal einen „Scherz“. In jüngster Zeit zeigte er sich etwas nachdenklicher.

dpa

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