Landtagswahl am Sonntag

Thüringen-Umfrage: Linke vorn, Regierungsbildung schwierig

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Bodo Ramelow (l, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, und Mike Mohring (r), CDU-Landes- und Fraktionschef, stehen sich am 14. Oktober beim "Thüringen-Duell" in Erfurt gegenüber. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archiv

Die Regierungsbildung in Thüringen könnte nach der Landtagswahl schwierig werden. Die Linke ist nach Umfragen zwar stärkste Partei, doch zusammen mit ihren Regierungspartnern SPD und Grüne hat sie keine Mehrheit.

Erfurt (dpa) - In einer weiteren Umfrage zur Thüringer Landtagswahl am Sonntag (27. Oktober) kommt die Linke auf die meisten Stimmen. Nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe läge die Partei bei 28 Prozent.

CDU und AfD wären demnach gleichauf mit 24 Prozent. Die Grünen bekämen acht Prozent, die SPD neun. Die FDP würde es mit fünf Prozent knapp in den Landtag zurückschaffen.

Eine Regierungsbildung wäre so allerdings schwierig. Die derzeitige Regierung aus Linke, SPD und Grüne könnte nicht weitermachen - sie käme nur auf 45 Prozent. Auch eine Koalition unter Führung der CDU unter Beteiligung von SPD, Grünen und FDP hätte mit 46 Prozent keine Mehrheit. Die CDU schließt eine Zusammenarbeit mit der Linken oder der AfD aus.

Auch eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den "Spiegel" sieht die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow als stärkste Kraft. Sie käme demnach auf 30,2 Prozent. Die AfD mit Spitzenkandidat Björn Höcke würde zweitstärkste Kraft mit 23,2 Prozent, die CDU mit Vormann Mike Mohring käme auf 22,9 Prozent.

Unter zehn Prozent lägen SPD (8,2 Prozent) und Grüne (7,4), die FDP hätte 5 Prozent.

Umfragen in den vergangenen Wochen hatten einen knappen Ausgang der Landtagswahl am 27. Oktober in Thüringen prognostiziert. Zuletzt hatte das ZDF-Politbarometer noch ein enges Rennen zwischen Linke (27 Prozent) und der CDU (26 Prozent) gesehen.

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