Absage an das „Time“-Magazin

Eingeschnappt? Darum will Präsident Trump nicht „Person des Jahres“ werden

US-Präsident Trump gibt sich in einem Tweet eingeschnappt über das Time-Magazin. Hintergrund ist die Wahl zur „Person des Jahres“. 

Washington - Das „Time“-Magazin hat US-Präsident Donald Trump nach seine eigenen Angaben telefonisch darüber informiert, dass er „wahrscheinlich“ wie im vergangenen Jahr wieder zur „Person des Jahres“ gekürt werde. Aber er habe abgewinkt, teilte der Republikaner am Freitagabend auf Twitter mit.

„Danke trotzdem“ - Trump reagiert eingeschnappt

Bei seinem Tweet tippte er das Wort „wahrscheinlich“ in Großbuchstaben. Er habe dem Magazin mitgeteilt, dass „wahrscheinlich“ nicht gut sei. Er „habe verzichtet“. Andernfalls, so Trump, hätte er sich zu einem Interview und einer umfassenderen Fotositzung bereiterklären müssen.

Das „Time“-Magazin antwortete über Twitter lediglich, dass Trump falsch liege. "Der Präsident irrt sich darin, wie wir die Persönlichkeit des Jahres auswählen. Time wird unsere Wahl bis zur Veröffentlichung am 6. Dezember nicht kommentieren."

Fälschungen in Trumps Golfclubs

Trump hatte immer großen Wert darauf gelegt, zur „Person des Jahres“ gewählt zu werden. In den Vorjahren hatte er sich über Twitter darüber beschwert, von „Time“ übergangen worden zu sein. Nun kam er im vergangenen Jahr zwar auf die Titelseite, jedoch mit der Bezeichung „Präsident der Geteilten Staaten von Amerika“. Trump ließ deshalb in mehreren seiner Golfclubs eine gefälschte Titelseite mit einer positiven Schlagzeile aufhängen. Das Magazin forderte im Juni das Abhängen der Fälschungen.

"Time" verleiht den Titel nach eigenen Angaben jeweils an diejenige Persönlichkeit, die "zum Guten oder zum Schlechten am meisten beigetragen hat, um die Ereignisse des Jahres zu beeinflussen".

dpa/AFP

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Schicksalstag für den Friedensprozess in Kolumbien

Erstmals seit langem steht Kolumbien vor einer echten Richtungsentscheidung: Die Kandidaten aus dem rechten und linken Lager haben grundverschiedene Zukunftsvisionen. …
Schicksalstag für den Friedensprozess in Kolumbien

Engste CDU-Spitze kommt zu Asyl-Krisentreffen nach Berlin

Erst Fußball gucken und dann der unangenehmere Teil: nämlich Beratungen über den Asylstreit mit der Schwesterpartei CSU. Angela Merkel hat die engste Führungsspitze der …
Engste CDU-Spitze kommt zu Asyl-Krisentreffen nach Berlin

Taliban zerschlagen Hoffnungen auf längere Waffenruhe in Afghanistan

Die historische Waffenruhe in Afghanistan ist voraussichtlich nicht von Dauer. Ein Taliban-Sprecher erteilte am Sonntag der von der Regierung angebotenen Verlängerung …
Taliban zerschlagen Hoffnungen auf längere Waffenruhe in Afghanistan

54 Tote bei IS-Anschlägen auf Friedenstreffen in Afghanistan

Nach Monaten blutiger Kämpfe halten Taliban und Regierung sich drei Tage lang an eine Feuerpause. Landesweit gibt es fast surreale Szenen der Verbrüderung. Eine …
54 Tote bei IS-Anschlägen auf Friedenstreffen in Afghanistan

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.