Anbindung soll verbessert werden

Trotz schleppender Reformen - EU macht Serbien und Co. Hoffnung auf Beitritt

Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Bulgarien
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Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Bulgarien: Angela Merkel mit Aleksandar Vucic, Präsident von Serbien

An Schwierigkeiten mangelt es nicht. Aber die EU will den Westbalkanstaaten trotzdem „vorbehaltlos“ eine „europäische Perspektive“ zusichern.

Sofia - Die Europäische Union macht Balkanländern wie Serbien und Montenegro trotz schleppender Reformfortschritte Hoffnung auf einen Beitritt. Die EU bestätige „vorbehaltlos die europäische Perspektive“ der sechs Westbalkanpartner, heißt es in einer am Donnerstag bei einem Gipfeltreffen in Sofia verabschiedeten Erklärung. Um die notwendigen Reformen umzusetzen, müssten diese aber entschlossen zu Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten stehen und Korruption und organisiertes Verbrechen bekämpfen.

Ein konkretes Datum für einen möglichen Beitritt gaben die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten ihren Kollegen aus den Westbalkanländern nicht. Die EU-Kommission hatte Anfang des Jahres das Jahr 2025 genannt - war danach aber aus EU-Ländern wie Deutschland und Frankreich kritisiert worden.

EU will Balkanstaaten mehr Unterstützung zusagen

Zu den Westbalkanstaaten werden neben Serbien und Montenegro die Länder Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina sowie das Kosovo gezählt. Mit Montenegro und Serbien führt die EU bereits offizielle Beitrittsverhandlungen, die Aufnahme von Gesprächen mit Albanien und Mazedonien schlug die EU-Kommission jüngst vor. Bosnien-Herzegowina und das Kosovo gelten bislang lediglich als potenzielle Kandidaten für Verhandlungen.

Um die Balkanstaaten zu mehr Reformanstrengungen zu bewegen, will die EU ihnen in Sofia zusätzliche Unterstützung versprechen. In der Abschlusserklärung zu dem Treffen in Sofia ist zum Beispiel davon die Rede, die Anbindung der Länder an die EU „deutlich zu verbessern“. Konkret soll es etwa um Verkehrsverbindungen, die Energieversorgung und die Wirtschaftsbeziehungen gehen.

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dpa

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