"Starke Unterstützung"

Trump bekennt sich zur Nato und kommt im Mai nach Brüssel

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NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht im Januar auf dem jährlich stattfindenden Weltwirtschaftsforum in Davos. Das Weiße Haus bestätigte, dass Trump Ende Mai zu einem Nato-Gipfel nach Europa kommt. Foto: Michel Euler

Erneut hat US-Präsident Trump mit Nato-Generalsekretär Stoltenberg telefoniert. Und es hört sich so an, als könnten sich die Wogen im Bündnis glätten. Aber kann das die europäischen Partner beruhigen?

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat sich zur Nato bekannt und für Ende Mai erstmals ein Treffen mit den Verbündeten in Brüssel angekündigt. Dies teilte die Nato nach einem Telefonat von Generalsekretär Jens Stoltenberg mit Trump mit.

Das Weiße Haus bestätigte die "starke Unterstützung" des Präsidenten für die Allianz. Noch vor wenigen Wochen hatte Trump das 1949 von den USA und westlichen Staaten gegründete Verteidigungsbündnis in der jetzigen Form als obsolet bezeichnet, also als überflüssig oder überholt. Bei den 27 Verbündeten der USA herrscht deshalb Verunsicherung. Schon länger dringen die Amerikaner darauf, dass die europäischen Partner mehr für Verteidigung ausgeben.

Nach US-Angaben ging es darum auch in dem Gespräch zwischen Trump und Stoltenberg. Sie hätten erörtert, wie man alle Nato-Mitglieder "ermuntern" könnte, ihre Pflichten bei den Verteidigungsausgaben nachzukommen. Stoltenberg betonte, beide hätten "die Bedeutung der Allianz in unruhigen Zeiten bekräftigt".

Das Weiße Haus bestätigte, dass Trump Ende Mai zu einem Nato-Gipfel nach Europa kommt. Die Nato hatte schon vor einiger Zeit für die erste Hälfte 2017 ein Gipfel-Treffen in ihrem neuen Brüsseler Hauptquartier angekündigt.

Trump und Stoltenberg sprachen nach Angaben beider Seiten auch über Möglichkeiten zur friedlichen Lösung des Konflikts in der Ostukraine. Stoltenberg habe dabei an die Politik der Nato erinnert, starke Verteidigung und Dialog mit Russland zu verbinden.

Auch über die künftige Beziehung der USA zu Russland herrscht in Europa Verunsicherung. In der Ukraine waren zuletzt Befürchtungen laut geworden, dass Trump sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verständigen und dessen Feindseligkeit gegenüber dem Nachbarland milder bewerten könnte. In der Ostukraine war es wieder tagelang zu schweren Kämpfen zwischen den prorussischen Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen gekommen. Zuletzt hatte Trump aber auch dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko Unterstützung zugesichert.

In einem Interview des Senders Fox News bekräftigte Trump, dass er Putin respektiere, relativierte aber umgehend: "Nun, ich respektiere eine Menge Leute. Das heißt nicht, dass ich mit ihnen auskomme."

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