“Das ist nicht akzeptabel“

Trump gibt Russland-Ermittlern Mitschuld an Schulmassaker in Florida

Donald Trump wehrt sich gegen Ermittlungen im Zuge der Russland-Affäre.
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Donald Trump wehrt sich gegen Ermittlungen im Zuge der Russland-Affäre.

US-Präsident Donald Trump hat der US-Bundespolizei FBI im Zusammenhang mit dem Schulmassaker in Florida falsche Prioritäten vorgeworfen.

Washington - Es sei "sehr traurig", dass das FBI die "vielen Signale" des Todesschützen übersehen habe, schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Behörde verwende zu viel Zeit auf die Untersuchung der Russland-Affäre und solle zum "Wesentlichen" zurückkehren, schrieb Trump.

Am Mittwoch hatte der 19-jährige Nikolas Cruz 17 Menschen an seiner ehemaligen High School in Parklandim US-Bundesstaat Florida erschossen. Am Freitag räumte das FBI ein, dass es im Vorfeld Hinweise auf die von Cruz ausgehende Gefahr bekommen hatte, diese aber nicht weiterverfolgt wurden. 

Lesen Sie auch: Überlebende des Schulmassakers hält emotionale Wutrede auf Trump

"Das ist nicht akzeptabel", schrieb Trump auf Twitter. "Sie (das FBI) verbringen zu viel Zeit mit dem Versuch, geheime Absprachen zwischen Russland und der Trump-Kampagne zu beweisen - es gibt keine geheimen Absprachen." Eine mögliche russische Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 sowie mögliche Absprachen mit Trumps Wahlkampfteam werden derzeit vom FBI-Sonderermittler Robert Mueller untersucht.

Die Ermittlungen haben bereits vier Mitglieder von Trumps Kampagne erfasst. Zwei von ihnen haben sich bereit erklärt, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Am Freitag hatte Mueller mitgeteilt, dass 13 russische Staatsbürger wegen einer mutmaßlichen Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016 angeklagt worden seien.

afp

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