Unerträgliche Aussagen

Trump-Kritik: So kurios reagiert ein iranischer Übersetzer

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US-Präsident Donald Trump.

Donald Trumps Kritik am Iran schien einem Übersetzer des iranischen Staatsfernsehens derart unerträglich, dass er sie den Zuschauern lieber ersparen wollte.

Teheran - Nun muss sich Nima Tchitsas für seine persische Übersetzung der Rede des US-Präsidenten vor der UNO in New York viel Kritik und Spott anhören. Am Mittwoch verteidigte er sich damit, er habe vermeiden wollen, sein eigenes Land zu kritisieren.

In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hatte Trump am Dienstag den Iran als "ausgebrannten Schurkenstaat, dessen Hauptexporte Gewalt, Blutvergießen und Chaos sind", bezeichnet. Tschitsas machte daraus auf Persisch: "Der Iran spricht von der Zerstörung Israels."

Später sagte Trump: "Neben der riesigen militärischen Macht der Vereinigten Staaten (...) ist es das iranische Volk, was seine Führung am meisten fürchtet." In der Übersetzung hieß es: "Die US-Armee ist eine sehr starke Armee, und die iranische Nation ist eine sehr starke Nation".

Vorwurf: Rede "zensiert und verfälscht"

Trumps Satz "Dies bringt das Regime dazu, den Internetzugang einzuschränken, Satellitenschüsseln herunterzureißen, unbewaffnete protestierende Studenten zu erschießen und politische Reformer einzusperren" wurde zu "Im Iran geschehen viele Ereignisse, die für uns inakzeptabel sind".

Ein iranischer Reformpolitiker warf dem Übersetzer daraufhin im Internet vor, er habe die Rede "zensiert und verfälscht". Die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna warnte ihrerseits, dass die verfälschte Übersetzung das Vertrauen in die iranischen Medien untergraben und die Zuschauer zu Exilsendern treiben könnte.

Ein Nutzer der sozialen Medien schrieb, Tschitsas hätte "Trumps Unsinn so übersetzen sollen, dass die Leute diese dumme Person besser beurteilen können". Tschitsas selbst sagte zu seiner Verteidigung, er habe Trumps Stimme so laut gelassen, dass alle Zuschauer sie hören und sich einen Eindruck vom Originalton machen konnten.

afp

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